Episode #47 Wenn die Masken fallen - Hinter der Fassade

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00:00:03: Hi und herzlich willkommen bei Erhöhter-Bahnnehmungsfilter Sinnesrausch, zwei Punkt Null.

00:00:10: Hier ist

00:00:11: deine Tanya und du hörst der Podcast für hochsensible Menschen!

00:00:17: Ich wünsche dir ganz viel

00:00:19: Spaß,

00:00:20: viele Ahamomente und vor allem dass du ganz viel für dich mitnehmen kannst.

00:00:35: Herzlich willkommen und schön, dass du wieder eingeschaltet hast.

00:00:38: Bei erhöhter Wahrnehmungsfilter sind es rausch eine Zwei-Punkt-Null.

00:00:42: Heute habe ich ein wundervoller Herzensmensch bei mir, die liebe Monika Kehr.

00:00:47: Ich hab mich riesig gefreut durch drei Malraten wo ich sie kennengelernt habe genau von unseren gemeinsamen Mentoren.

00:00:57: Monika und ich waren da zumal gemeinsam in der Crew bei unserem gemeinsamen mentor und es war Liebe auf den ersten Blick.

00:01:05: also wir waren wirklich.

00:01:06: vom Anfang an war diese Verbundenheit da was sich mega geschätzt habe, weil du halt auch das Herz am richtigen Fleck hast, liebe Monika.

00:01:18: Und du hast ja die Gabe Menschen zu verbinden und Räume zu schaffen wo der Mensch einfach so sein kann wie er ist.

00:01:29: Wir waren auch schon gemeinsam auf der Bühne.

00:01:31: Du hast einen eigenen Podcast und heute sprechen wir aber nicht über unseren Status oder was wir alles im Leben erreicht haben, nein.

00:01:42: Sondern heute sprechen wir einfach mal darüber, was in der Gesellschaft von uns die ganze Zeit erwartet wird, die ganze zeit in dem funktionieren Modus und immer mehr im Außen sein und sich komplett verlieren Und ich habe mich riesig gefreut, dass du dir heute die Zeit nimmst um eben auch mal den Menschen aufzuzeigen das nicht immer alles perfekt läuft und dass das halt einfach das normale Leben ist.

00:02:11: Also von dem her herzlich willkommen liebe Monika!

00:02:15: Liebe Tanja vielen vielen Dank für diese wundervolle Anmoderation mit allem was drin ist.

00:02:21: Das ist sehr, sehr schön und ich darf es mal sagen.

00:02:25: Ich bin meistens auf der anderen Seite.

00:02:27: Ich habe mir gerade überlegt oh jetzt darfst du nicht sag vielen Dank vergiss das nicht weil normalerweise wenn ich ja die einlädt und die Interviews gibt ob dafür für diese Gelegenheit mal auf der andern Seite zu sitzen.

00:02:40: Das ist ein ganz großes Geschenk, habe ich noch nicht so oft gehabt.

00:02:43: Aber ich genieße es sehr und ich freue mich jetzt einfach mit dir in ein schönes Gespräch zu gehen, einen schönen Austausch zu gehen Und wünsche allen die dieses Interview, dieses Gespräch würde ich sehr sagen mal hören Dass der eine oder andere Impuls-Gedanke dabei ist, der dich dann auf deinem Weg wieder begleitet.

00:03:05: Ich stelle zwei Fragen, die immer gleich sind.

00:03:08: Ich bereite mich ja nie auf einen Podcast vor aber ich will nicht zur Nullacht fünfzehn Vorstellungsrunde.

00:03:15: darum wenn du dich anhand von einem Tier vorstellen müsstest was wäre das für ein Tier?

00:03:22: Das kommt dir spontan.

00:03:24: Ich hatte gerade zwei Tiere im Kopf.

00:03:26: Das eine kenne ich schon, das andere habe ich mir gerade.

00:03:28: Was willst du bei dir?

00:03:31: Das war echt lustig!

00:03:32: Das erste war der Delfin weil ich diese Leichtigkeit, Frühlichkeit, Lebensfreude sehr schätze Hat gar nichts mit den Menschentypen unbedingt zu tun, aber ein Delfin ist ein... doch hat viel mit Verbindungen auch zu tun.

00:03:48: Ja, Delfine schwimmen gerne in einer Schule, in einer Gruppe mit anderen Delfinen.

00:03:54: Sie unterstützen sie sich sind füreinander da und in Delfien sieht immer aus es ob er lachen würde.

00:04:00: das einfach etwas Wundervolles.

00:04:03: Und das andere Tier Das kannst du mir jetzt mal erklären.

00:04:05: wie komme ich auf Biber?

00:04:09: Ich weiß nicht wieso.

00:04:11: Plötzlich war erst Elfin und dann kam der Biber, ich dachte wie hast du dich denn jetzt da reingenistet?

00:04:16: Aber vielleicht ... ja, Biber!

00:04:19: Vielleicht weil der Biba auch ... ah doch das könnte sein, pass mal auf... Der Biber legt ganz gerne mal über das Wasser Bäume, Äste, Stämme erstaut das Wasser Er hat seine eigenen Regeln.

00:04:32: Wenn der Fluss gerade laufen wird, denkt er sich Nö Ich mach' jetzt da wie ich grade will

00:04:37: Sehr spannend.

00:04:38: Der hat schon so seinen eigenen Kopf, seinen eigenen Willen und mit den scharfen Zähnen kriegt er ja alles kurz und klein.

00:04:45: Wir hatten nämlich hier im Ort mal Biber die haben wirklich die ganze Wiese überflutet weil sie ihre eigene Sachen gebaut haben ist aber ein sehr unscheinbares Tier das sich versteckt.

00:04:55: Den siehst du nicht unbedingt.

00:04:57: auch du siehst was ihr alles so kreiert

00:05:00: Spannend und du hast ja eigentlich mega gut zu dir.

00:05:03: Du bist jetzt auch nicht die, wo jetzt irgendwie reinkommt in den Raum und sagt Hallo da bin ich!

00:05:10: Das hast du ja gar nicht nötig.

00:05:12: aber du kreierst im Stillen so viel, wo dann eine große Wirkung hat und von dem her passt das ja schon und ich meine Biber ist ja mega süß.

00:05:22: Ja es sind Süße

00:05:24: also wirklich ein süßes Tier.

00:05:26: Ja, manchmal ist es spannend was da alles für Tiere rauskommt.

00:05:30: Wenn ich frag stelle dich mal anhand von einem Tier vor.

00:05:37: Wir möchten heute ja mal... Ich habe schon ein bisschen vorangekündigt darüber sprechen.

00:05:41: wir funktionieren so stark im Außen und wir leben in einer Gesellschaft die in der wir lernen.

00:05:50: Du musst funktionieren und je schneller, höher, weiter, je erfolgreicher dann bist du etwas!

00:05:57: Und wenn du eben irgendwann auf die Bremse stehst oder die Breamse vom Universum irgendwann gedrückt wird, dann bricht das ganze Kartenhaus zusammen.

00:06:12: Magst du mal uns ein bisschen in deine Reise nehmen?

00:06:15: Du hast dich ja auch plötzlich Komplett so ein bisschen von Social Media zurückgezogen.

00:06:20: Du warst ja auch die letzten zwei Jahre.

00:06:24: kennen wir uns glaube, ein Jahr oder zwei Jahre?

00:06:26: Ich weiss das gar nicht, ich hätte gesagt zwei Jahre genau.

00:06:29: Warst du ja auch sehr im Außen?

00:06:32: Hast die Menschen inspiriert in deine Welt mitgenommen und plötzlich, in den Jahren des Jahrtausend und sechsundzwanzig, war Monika weg?

00:06:40: Da habe ich plötzlich gedacht oh!

00:06:42: Was ist mit Monika?

00:06:43: Es geht ja vielen so.

00:06:44: Ich bin aktuell auch stark im Rückzug, ich ziehe mich immer wieder bewusst zurück weil auch ich gemerkt habe dass ich mich ein Stück weit verloren habe und irgendwann in diesem Hamster-Modus war eben schneller höher weiter.

00:07:00: Immer in dem Funktionsmodus nicht.

00:07:01: Ich hab gerade heute zu meiner Mama gesagt sie sahen mich an auf der Terrasse während des Essen Und lustig auch meine Freundin letzten Sonntag.

00:07:11: Tania, du siehst so erholt und gut aus.

00:07:14: Da habe ich gesagt ja weil ich mich endlich wieder gefunden habe dank Griechenland.

00:07:20: Weil ich dort meine Bremse wirklich vollbremse ziehen musste, weil ich merkte wenn ich so weiter mache dann gibt es einen großen Knall Und Greta war bei mir jetzt so die Reißleine, wo ich mich komplett von einem Tag auf den anderen auch zurückgezogen habe.

00:07:41: Das war die beste Entscheidung ever!

00:07:44: Weil die Tendenz dass wir uns heute gerade als hochsensibler Mensch mit wenn wir so viele Ideen haben Die Energien, die Stimmungen so wahrnehmen ist das Risiko einfach so groß, dass wir uns irgendwann im Außen verlieren oder nur noch für andere Menschen da sein wollen.

00:08:09: Aber was wirklich bei uns ist... No way!

00:08:14: Ist weg.

00:08:15: Wagst du uns in deine Geschichte mitnehmen?

00:08:21: Ja, das was du angesprochen hast mit Social Media.

00:08:23: Ich habe ja gerade letztes Jahr extrem viel Gas gegeben eigentlich die letzten fünf sechs Jahre... ...zweitausendzwanzig da ging so der Vollgasmodus immer mehr los.

00:08:33: und ja also die letzten dreieinhalb Jahre war es wirklich extrem.

00:08:37: ich war sehr viel im Außen unterwegs.

00:08:39: ich hab mir natürlich angesehen was alle um mich herum mit denen ich dann gemeinsam Ausbildung gemacht habe was sie schon alles erreicht haben.

00:08:50: viel Blendwerk manchmal, weil nicht jeder immer aufrichtig ist.

00:08:53: Aber ich habe erst mal das gesehen, was sie präsentiert haben und dachte mir, Monika, da schaffst du auch!

00:09:00: Das ist dein Weg.

00:09:01: Du liebst es auf Bühnen zu stehen.

00:09:03: Du willst genau dahin ... Ich hab ja im Jahr zwanzig eine Kinder- und Jugendcoacherausbildung gemacht.

00:09:10: Es war so mein Auftakt.

00:09:11: Dann kam Corona.

00:09:12: Arbeiten mit Kindern war praktisch nicht möglich.

00:09:15: Es war aber ganz gut, weil ich mich erst mal um mich selbst gekümmert habe.

00:09:18: Weil eines hab' ich gelernt Wenn du andere Menschen begleiten willst fang erstmal bei dir an aufzuräumen.

00:09:24: Wir sind nie fertig mit dem Aufräumen.

00:09:26: Aber es ist gut doch sehr klar bei sich zu sein Denn umso besser kann ich dem anderen wirklich dienen Denn dienen kann nicht nur mein Ego Zuhause lassen wenn meine Aufgaben erledigt haben Und war dann wirklich viel im eigenen Prozess natürlich, aber war sehr viel in Mangel.

00:09:46: Das heißt der Mangel... hat mich auf die Reise geschickt und hat mir natürlich gezeigt, wo die Perfektion meiner Meinung nach im Außen sitzt.

00:09:56: Also wollte ich natürlich auch ein erfolgreiches Business aufbauen.

00:09:59: Ich wollte auch viel Geld verdienen!

00:10:02: Ich wollte für meine Familie hier Urlaube bezahlen können, unabhängig sein, finanzielle Freiheit... Ich finde das war in den letzten Jahren sehr viele Themen diese finanziellen Unabhängigkeit Und das war immer für mich die Definition von Freiheit, weil Freiheit ist einer meiner höchsten Werte.

00:10:20: Aber ich habe damals noch nicht verstanden was Freiheit auch bedeutet und das habe ich gerade in den letzten Monaten extrem verstanden.

00:10:29: also bin ich von diesem Außen Gerade im September, das war ja wirklich so mein krönende ... Mein Höhepunkt mit dir zusammen bei Verena Böhm in Graz auf der Bühne zu stehen.

00:10:39: Das hat so viel Freude gemacht da zu sein und mit den Menschen zu interagieren.

00:10:44: Ich liebe dass.

00:10:45: ich bin da auch null aufgeregt wenn ich da bin weil ich das total liebe.

00:10:50: Aber was ich gemerkt habe mittlerweile?

00:10:52: Ich brauche das gar nicht!

00:10:54: Ich gehe da gerne hin und ich komme auch gerne wieder.

00:10:57: aber... ich mach' es nicht der Büne wegen sondern wegen der Botschaft, sondern wegen dem was ich andere Menschen die vielleicht noch nicht alles erkannt haben.

00:11:07: Die wie ich damals andere Podcasts gehört habe, andere Kurse besucht haben oder freie Masterclasses und was es alles gibt, vielleicht genau mal meine Stimme brauchen?

00:11:19: Und dafür mache ich das!

00:11:23: Nach diesem extrem stressigen Jahr letztes Jahr Businessaufbau, ja die perfekten Karten.

00:11:31: Die Farben was man da alles so macht es ist so unfassbar viel das erste eigene Rollup für eine Veranstaltung zu kreieren.

00:11:38: Ja Das ist schon auch der stieste vor deinem Roll-Up und denkst Gott du in Lebensgröße!

00:11:45: Es kann gar nicht wahr sein Alles wunderschön und es darf auch sein.

00:11:50: Aber ich habe mich dann wirklich noch bis in Mitte November in zwei Veranstaltungen mit reingestellt wo ich ja auch ganz viel Crew einsatz gemacht habe, wirklich viel letztes Jahr.

00:12:01: und dann bin ich zusammengeklappt.

00:12:04: Nicht körperlich erstmal sondern mental.

00:12:06: und Weihnachten hab' ich runtergefahren und ich hab irgendwann soviel runter gefahren dass mein Körper nicht mehr konnte.

00:12:11: der war einfach komplett müde so richtig fix und fertig Ich konnte einfach nicht mehr.

00:12:20: und dann gab es dieses Zwiegespräch, Monika.

00:12:22: Du hast ja so viel aufgebaut du kannst doch jetzt nicht pausieren!

00:12:26: Dann habe ich mich im Dezember nochmal aufgerafft einen Puls einer Mentorin Und täglich einen Post über die letzten Monate zu machen Ja quasi Die Raunächte in Bildern.

00:12:39: Dann hab' ich das noch gemacht habe dadurch auch viele Klicks und alles bekommen, wunderschön.

00:12:45: Und danach war ich fertig und dann wurde es plötzlich immer weniger!

00:12:48: Ich bin auch ganz gezielt im Januar in eine Festanstellung gegangen.

00:12:52: Hätte ich nie gedacht dass ich nach fünf Jahren Selbstständigkeit das mache, weil um Gott das will... Ich hab ja alles verloren.

00:12:58: jetzt habe ich gezeigt, ich krieg's nicht hin.

00:13:02: Ich habe quasi verkackt und hab mich damit erst gar nicht so wohl gefühlt, aber gemerkt es tut meinem Körper gut.

00:13:09: Es tut meinen System gut Und ich habe wirklich jetzt ein paar Monate gebraucht um mich da auch einzugroofen.

00:13:16: Die Arbeit macht super viel Spaß hatte ja ganz viel mit Coaching zu tun Aber das hat mir eine innere Ruhe gegeben.

00:13:22: Ich konnte mal diesen Druck loslassen.

00:13:26: Drang nach Aufmerksamkeit im Außen, damit Kunden kommen loslassen.

00:13:33: Und ich konnte endlich diesen Mangel loslassen und das noch gar nicht so lange!

00:13:38: Können wir nachher auch gerne darüber reden.

00:13:39: Ich war ja Mayuni, war ich in Mutterkuh drei Wochen nur für mich.

00:13:44: Was heißt das?

00:13:44: Weil ich glaube dass jetzt in der Schweiz kennen wir das so nicht.

00:13:47: was heißt

00:13:48: das.

00:13:48: Mutterkurs bedeutet in Deutschland hast du als Mutter und Vater alle vier Jahre gesetzlich einen Anspruch darauf drei Wochen in Errüllung zu gehen.

00:13:58: Es gibt extra vom Mütter Genesungswerk Gibt es Häuser, wo du entweder alleine als Mutter oder auch Vater.

00:14:05: Ich glaube die Väter nutzen sie nur nicht zu häufig.

00:14:09: Hingehen kannst und hast drei Wochen immer ein bisschen Gymnastik.

00:14:12: Du machst Nordic Borking, du hast Gesprächskreise und vor allem viel Zeit für dich!

00:14:17: Das können

00:14:18: wir in der Schweiz eben nicht, das gibt es bei uns so.

00:14:21: Oder

00:14:22: was viele machen mit Kindern bis zwölf Jahre auch im Begleitung mit Kindern?

00:14:26: Ich habe mich aber zum zweiten Mal schon entschieden ich mache das ganz alleine meine Kinder sind auf Altzug und dass mal diese freie Zeit mit mir dann umzugehen Das allein war schon eine neue Erfahrung, weil ich früher drei Wochen Pause um Gottes will und da kommt ja kein Geld rein.

00:14:47: Ja?

00:14:47: Wie soll ich denn das alles überhaupt... Ich kann mir gar keine Pause erlauben!

00:14:51: Ich habe wirklich drei Jahre fast durchgearbeitet, weil – ich wusste ja gar nicht – jede Woche Nichtarbeiten bedeutete echten finanziellen Einbruch.

00:15:02: Wenn du noch nicht zehn, zwanzig, dreißig tausend und mehr verdienst ist das ein finanzieller Einbruchs wenn dir dann mal fünfhundert bis tausend Euro fehlen.

00:15:10: Es ist ein Riesenthema und ich konnte es endlich genießen, weil ich war ja krankgeschrieben hab!

00:15:17: Ich bin ja angestellt, ich war krank geschrieben, habe diese drei Wochen genossen und da bin ich ganz besonders runtergefahren und habe begonnen mir zu erlauben das zu tun worauf ich gerade Lust habe Sport zu machen, wenn ich drauf Lust habe.

00:15:32: Alleine zu sein, wenn Ich darauf Lust habe Fernzusehen Wenn ich drauf lust habe Chips zu essen, wenn mich gerade Lust drauf hatte und was gesundes zu Essen, wenn man Lust drauf hat Schlafen, wenn er wollte.

00:15:44: Ich war völlig für mich Und das hat eineinhalb Wochen gedauert bis ich mir diese Erlaubnis wirklich gegeben hab.

00:15:51: Ja

00:15:52: Wow Was?

00:15:55: Für eine Geschichte.

00:15:56: und ich glaube Ganz ganz ganz viele Menschen die dir zuhören oder unseren Podcast dann hören, werden mit dem was du sagst in Resonanz gehen.

00:16:11: Ich habe das auch gemerkt, als ich drei Wochen nach Kreta ging.

00:16:15: Das war für mich das allererste Mal Out of the Comfort Zone alleine in ein fremdes Land und ich wollte kurz davor alles abbrechen weil ich gedacht habe wenn ich drei woche nach Kretha gehe dann kommt ja kein Geld rein.

00:16:29: Weil eben wenn du selbstständig bist und dir noch nicht etwas aufgebaut hast wo automatisch läuft und ich meine mit laufend nicht dieses hier sondern kontinuierlich.

00:16:41: Und ich habe gedacht, nein, kostet das, was es wolle.

00:16:43: Ich gehe nach Kreta und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so erholt war wie nach diesen knapp drei Wochen weil als ich dir jetzt zugehört habe – das war bei mir genau das gleiche – sich mal die Erlaubnis zu gehen aus diesem Hamsterrad auszusteigen?

00:17:04: Weil ich bin auch im fünften Jahr in der Selbstständigkeit Und seit ich selbstständig bin, war ich immer in diesem Hasselmodus.

00:17:14: Im Außen haben alle mir immer gesagt, Harnia brems, bremst du hattest schon mal einen Burnout?

00:17:18: Brems, brems.

00:17:19: und ich habe immer gedacht da heißt ja alles gut es geht mir gut und das merkst Du ja erst wenn Du dann mal wirklich in die Ruhe gehst.

00:17:28: Ich weiss doch in Kreta hab' ich Die ersten vier Tage habe ich jede Nacht zwölf Stunden geschlafen.

00:17:36: Oh ja, das habe ich auch.

00:17:39: Ich meine obwohl ja mega heiß war und ich eigentlich in der Hitze nicht schlafen kann vier Tage lang zwölf Stunden geschlafen.

00:17:47: Und ich weiß nicht wann ich das letzte mal so gut geschlaffen habe wie in Kreta weil ich dort eben auch einfach mal nur das gemacht habe worauf ich Bock hatte.

00:17:59: So wenn ich Bock hätte ans Meer zu gehen dann ging ich ans Meer Kein Buch auf Menschen hatte, kein Buch auf mehr Sonne, Strand, whatever.

00:18:10: Dann lieb ich im Apartment und ich habe mich zwei Tage in das Apartment verkrochen und es waren die schönsten zwei Tage von drei Wochen geredet.

00:18:21: Ohne Social Media, ich saß stundenlang in meinem Schaukelstuhl und war einfach.

00:18:31: Und dann kam plötzlich wieder diese ... oder nicht wieder, ich erlebte zum ersten Mal und vielleicht kannst du mir das bestätigen einen inneren Frieden wo ich so nicht gekannt habe.

00:18:46: So hey!

00:18:47: Du musst nichts sein, du musst nichts beweisen einfach Ich als Tanya so wie ich bin in dem Schaukelstuhl Und wenn du das schaffst dass du in so einem Moment, so einen tiefen inneren Frieden empfindest.

00:19:05: Ich finde das das schönste was ich in den letzten paar Jahren erlebt habe.

00:19:10: Weder Erfolg noch meine mein Name wo immer mehr Menschen kennen und und und nein der schönste moment war wirklich im Kreta in diesem Schaukelstuhl wo ich zum aller ersten mal diesen inneren frieden empfundern habe ohne etwas zu sein zu funktionieren.

00:19:31: Und dieser innere Frieden, also mir ging es ganz genauso auch jetzt hier noch zu Hause weil so eine Mutterkuh oder deinen Urlaub.

00:19:39: im Prinzip haben wir genau das gleiche gemacht plus an anderen Orten und mit einem anderen Setting.

00:19:46: diesen Frieden sich erst mal überhaupt zu erlauben ist wichtig diese Erlaubnis Das zu tun, was ich gerade will.

00:19:54: Egal ob jetzt die Gesundheits sagen oh Gott ja... Ich habe so viel Kilo und kann doch nicht die Tüte Chips essen!

00:20:01: Doch kann ich verdammt noch mal weil ich jetzt diese Chips will?

00:20:04: Weil es halt gerade so ist.

00:20:06: Oh Gott jetzt war ich den ganzen Tag im Zimmer und hab eine Serie geguckt.

00:20:10: Ja

00:20:11: und?!

00:20:11: Ich habe es gerade anscheinend gebraucht.

00:20:13: Es gab auch ganz andere Tage, da war ich draußen alleine unterwegs und bin durch den Wald gelaufen und hab den Vögeln zugehört und hab da genossen – ich hab mir einfach diese Erlaubnis gegeben!

00:20:25: Und ich glaube das ist wirklich nicht wichtig was wir da tun sondern uns zu erlauben dass gerade zu tun was gerade dran ist und das ist völlig in

00:20:34: Ordnung.

00:20:36: und danach kam die Entspannung Und die hat sich dann erst mal zu Hause, ging es dann erstmal wieder so in den Alltag zurückfinden.

00:20:44: Orientieren Kinder, Mann, Hund, Haushalt und so weiter.

00:20:49: Die haben's gut auf die Reihe gekriegt.

00:20:51: alle muss ich wirklich sagen.

00:20:52: Gut du hast ja auch eine wundervolle Familie das darf man jetzt schon so auch mal sagen!

00:20:58: Ja sie haben das wirklich super gemacht.

00:21:03: Ich habe aber dort jetzt auch nochmal so zweieinhalb Wochen gebraucht, um wieder wirklich dann im Alltag anzukommen.

00:21:09: Hab schon gemerkt dass ich auch obwohl ich ja wirklich viel mit Menschen mache und gerne mache.

00:21:15: Ich konnte sie gerade nicht aushalten und da auch ganz bewusst dann zu sagen, gut.

00:21:19: Dann mache ich mal keine Podcast-Folge!

00:21:22: Dann bin ich eben mal nicht auf Social Media aktiv.

00:21:24: Ich war wirklich glaube ich zwei Wochen überhaupt nichts gepostet?

00:21:28: Ich habe nicht einmal mitgekriegt, Tania dass du in Kreta warst... ...ich hab gar nix mit gekriegt weil ich... ...Ich hab nirgendwo reingeschaut.

00:21:33: es war mir einfach egal Und das war eine der wichtigsten Erlaubnisse die ich mir selbst gegeben habe.

00:21:39: Monika Du musst jetzt nicht posten.

00:21:41: Habe ich gesehen oh Gott meine Followerzahl geht runter erst zum... Panik geschoben, weil ich bin wieder unter tausend gerutscht.

00:21:47: Dann kannst du ja nicht live gehen und dachte mir vielleicht gerade gar nicht livegehen dann gehen sie halt ist mir doch völlig egal und habe einfach genau das gemacht was ich dann wollte.

00:21:59: und dass diese Erlaubnis ist Gold wert.

00:22:02: und dann kommt ein innerer Frieden.

00:22:04: Ich werde nie vergessen, ich saß im Garten unten in dem Liegestuhl über mir.

00:22:07: wirklich der Apfelbaum biegt sich gerade schon so weil die Äpfel immer schwerer werden mit den Zweigen bis zu kurz über meinem Gesicht.

00:22:16: Und es war so ein Innererfrieden, so gesetzt.

00:22:20: Ja wenn man das nicht erlebt kann man das kaum beschreiben.

00:22:24: komplette Entspannung, komplette Ruhe Und ich dachte mir, es ist einfach schön gerade in meinem Garten sitzen.

00:22:31: Ohne den Druck!

00:22:32: Ich muss ja noch den Post machen, den Carousel-Post und das Wheel... ...und dann noch was vorbereiten für einen Workshop.

00:22:41: Die Wäsche aufhängen?

00:22:41: Das kommt auch alles noch dazu?

00:22:43: Haushalt machen?

00:22:44: Nein!

00:22:45: Es gibt grade gar nichts.

00:22:46: Ich war voll im Moment, voll in der tiefen Entspannung.. ..und mir das endlich zu erlauben.

00:22:52: Die große Kunst ist dass wir uns selbst wieder erlaubt.

00:22:56: Und da möchte ich gleich andocken, warum denkst du das es den Menschen in der heutigen Zeit so schwer fällt sich die Erlaubnis zu geben?

00:23:08: Das ist genau das, worüber wir ja heute sprechen wollen.

00:23:12: Weil unsere Gesellschaft uns sagt schneller höher weiter weil wir im Verwettbewerb und im Vergleichen sind.

00:23:18: die ganze Zeit.

00:23:19: es geht ja im Kindergarten schon los dann kommt die Schule dann kommt das Studium die Ausbildung dann arbeiten wir irgendwie.

00:23:27: wir sind ständig am gucken.

00:23:30: Was machen die anderen?

00:23:31: Was muss ich tun, wie kann ich erfolgreich sein?

00:23:34: Ja früher unsere Eltern waren es die noch in mein Haus.

00:23:37: Mein Auto.

00:23:38: Mein Hund.

00:23:38: Mein Motorrad.

00:23:40: Keine Ahnung ja!

00:23:41: Weil da ging's ja darum die Wirtschaft wieder hoch zu fahren gerade in Deutschland.

00:23:45: Die Schweizer waren ja etwas am Rande.

00:23:47: Bei euch ist es etwas anders gewesen aber das ist alles immer noch so da dieser Leistungsdruck diese Status-Symbole.

00:23:55: wir Menschen werden von der Gesellschaft dazu erzogen, gezwungen kann man fast schon sagen im Außen zu leben.

00:24:03: Und gar nicht zu überlegen wer bin ich eigentlich?

00:24:06: Wer will ich denn eigentlich sein?

00:24:08: Will ich das jetzt alles wirklich?

00:24:10: oder vielleicht gibt es einen ganz anderen Weg?

00:24:12: und ich glaube wir sind momentan in einer Zeit wo wir wenn wir es erkennen den Luxus haben die Reise in das schönste Universum der Welt anzutreten, nämlich uns selbst hinein.

00:24:24: Das ist sowas von einzigartig wie wir jeder einzelne Mensch sind und das macht doch neugierig wer bin ich?

00:24:33: was entdecke ich da alles?

00:24:34: ja?

00:24:35: Was kommt aus mir heraus?

00:24:37: und je mehr ich über mich erfahre und erkenne dass du mir denke ich mir boah.

00:24:42: es ist unfassbar wenn es jeder mensch mehr macht wirklich aufs eigene Herz, auf die eigenen Emotionen zu hören.

00:24:50: Auf das was wir wirklich wollen!

00:24:52: Dann lass uns mal sehen wie sich dann die Welt verändert.

00:24:56: Ich finde ich ganz ein schöner und auch wichtiger Ansatz sich selber immer besser verstehen zu lernen und sich auch so zu zeigen.

00:25:10: und ich glaube ein ganz ganz wichtiger Aspekt wo ich darauf noch eingehen möchte ist Wir wollen uns nicht verletzlich zeigen.

00:25:18: Das ist ein riesen Thema, weil viele Menschen da nehme ich mich mit ein Verletzlichkeit gleich Schwäche.

00:25:31: Ich habe jahrelang das Gefühl gehabt wenn ich mich verletzlich zeige dann bin ich schwach und angreifbar.

00:25:42: Ich bin ja auch jetzt im Endspurt von meinem Buch.

00:25:45: Und das war ja auch spannend, ich habe eigentlich komplett mein Buch geschrieben die letzten drei Jahre.

00:25:50: Habe ja vor zwei Monaten ein Buch Coaching gemacht und hab jetzt komplett nochmals vom Seite eins angefangen und alles nochmal neu geschrieben.

00:25:59: also die hundertachtzig Seiten, die ich bereits hatte waren in Kübel Und ich weiß noch, dass ich mich noch so gut daran erinnere als ich in diesem Buchautorencoaching war.

00:26:13: Der Mann ist sich nicht bewusst was er in mir ausgelöst hat weil ... Er ist bei mir wirklich in der Schweiz tuchfühlig.

00:26:22: also der ging richtig richtig tief, der hat nicht locker gelassen und das spannt es ja.

00:26:27: wir Menschen bauen uns Schutzstrategien auf.

00:26:31: sprich wenn ein Mensch dir zu nahe kommt dann hast du ja deine Schutzstrategien.

00:26:36: Einer meiner Hauptschutzstrategie ist meine Impulsivität.

00:26:40: Das wurde mir aber alles erst in Kreta beim Schreiben dann bewusst, weil als er zu nahe kam, weil er wollte ja meine Essenz rauskristallisieren für das Buch und ich fühlte mich in die Etten drängt.

00:26:55: Ich mache mich noch erinnern in München.

00:26:58: wir saßen in diesem kleinen Raum und ich merkte der kommt mir immer tiefer, tiefer näher, näher.

00:27:04: Der erkennt die richtige Tania und ich wollte das nicht.

00:27:08: Zuerst wurde ich impulsiv dann wurde ich laut all meine Schutzstrategien aber die haben bei ihm nicht genützt.

00:27:16: der hat weiter und weiter und ging mit dem Daumen immer tiefer in die Wunden und ich war so da kommt mir zu nahe bis wir im Endeffekt am Kern waren.

00:27:28: Das ist auch ein großes Thema in meinem Buch.

00:27:33: Um die Verletzlichkeit, weil wir lernen... eben Verletzlichkeit ist schwach!

00:27:41: Wir dürfen uns nicht so zeigen.

00:27:44: und dann bauen wir unsere Schutzstrategien auf.

00:27:47: und ganz viele hochsensibler Menschen das ist meine Erfahrung Durch die mehreren hundert Coachings, die ich gemacht habe in den letzten fünf Jahren.

00:27:55: Gerade viele extrovertierte Hoch-Sensiblen bauen sich dann einen Schutzpanzer auch mit der Masse auf!

00:28:02: Ich kenne ganz, ganz viele Menschen.

00:28:06: Ich inklusive – das Gewicht war immer ein Thema Wenn meine restlichen Schutzstrategien nicht mehr funktioniert haben, da habe ich wieder mehr gegessen.

00:28:15: Da habe ich mehr Kilos zugenommen und dann hatte ich meinen physischen Panzer, weil ich gedacht habe im Unterbewusstsein, wenn alles nichts mehr funktioniert oder nützt, geht es nur noch mit den Kilos.

00:28:30: Dann bin ich ja die Tania und kommen mir die Menschen nicht zu nahe!

00:28:35: Und das finde ich eben auch ganz, ganz schon spannendes Thema.

00:28:39: Wo sich viele hochsensible Menschen nicht bewusst sind dass viele sich physisch dann diesen Schutzpanzer auch anreignen weil sie dann denken jetzt bin ich safe Jetzt kommt mir niemand mehr zu nahe.

00:28:53: Ja, das ist etwas was ich mir über die Jahrzehnte auch gut aufgebaut habe.

00:28:58: Warnet das bewusst oder nicht?

00:29:00: Dass es einen Dammenhang

00:29:02: hat?

00:29:02: Nee, das war mir nicht bewusst.

00:29:05: Also Mangel spielte in meinem Leben eine ganz große Rolle weil ich einfach nie dachte dass ich gut genug bin also in der Familie reingeboren die halt sehr wissenschaftlich viele sehr wissenschaftlich geprägt waren.

00:29:20: ja mein Bruder ist einfach da hat er riesenglückt.

00:29:22: er hat dann die Schule mit links gemacht hat studiert und so weiter und ich musste mir vieles hart erarbeiten und es war auch einfach.

00:29:30: Es war halt einfach nicht meins dieses ganze Wissen.

00:29:35: Ich hatte nur das falsche Wissen, denn alles was jetzt mit Sprache Wirkung und Kommunikation zu tun hat ist halt voll meine Welt weil Sprache ist ja nicht nur einfach das was ich gerade tu hier sprechen der Körper ist Das ist es innen wie aus die Emotionen.

00:29:53: da bin ich das liebe ich das könnte kann ich einen ganzen Tag in mich reinfressen weil ich so liebe.

00:29:59: Aber ich habe wirklich mir auch immer wieder Gewicht aufgebaut und teilweise als Teenager mich dick gefühlt, obwohl ich da vorkommen normale Figur hatte.

00:30:10: Weil mir das auch von außen oft gespiegelt worden ist.

00:30:14: Und dann dachte ich okay, das ist so!

00:30:16: Also musst du irgendwas tun um wieder abzunehmen?

00:30:19: Und dieser Abnehmgedanke hat eher das Gegenteil bewirkt weil ich mich nicht schön gefühlte wenn ich wertgeschätzt konnte mich dann selber nicht lieben, weil ich mir gedacht habe okay die Freundin hat solche Beine.

00:30:29: Ich hab halt solche Beinen.

00:30:31: meine waren ganz normal ihre waren extrem dünn.

00:30:34: ich habe mich halt an was anderem gemessen verglichen.

00:30:37: das ist der innere wettbewerb.

00:30:39: wir müssen gar nicht immer in so ein Wettbewerk in außen gehen.

00:30:42: Wir sind selber den ganzen Tag damit uns im Wett bewerbt.

00:30:45: Meine Güte, wenn die so mit anderen Menschen umgehen, der wär fix und alle.

00:30:50: Aber wir halten das Auto!

00:30:51: Wir bleiben stark hier weil ich will ja mit mir und höher schneller

00:30:56: weiter.

00:30:57: was kämpfen wir da immer?

00:30:59: Es ist wirklich unfassbar und es hat mich durch mein ganzes Leben getragen immer wieder Und ich hab's nie verstanden.

00:31:06: Ich habe mich oft auch in Beziehungen nicht wertgeschätzt gefühlt Und habe mir natürlich auch Partner ausgesucht, die mir das die ganze Zeit gespiegelt haben.

00:31:15: Ich will jetzt nicht sagen... Ja, ich würde dann jetzt sagen, sie sind an allem unschuldig und waren die nettesten Menschen der Welt!

00:31:21: Ich hab die angezogen gar keine Frage aber ich habe echt lange gebraucht um diese Lektion zu lernen.

00:31:28: ja und so ist es immer wieder diesen Druck sich aussetzen dieser Mangel, der oft in vielen Menschen wirklich wohnt Mangel ist ein guter Antrieb.

00:31:38: Ist es nicht so, dass Mangel was Schlechtes ist?

00:31:40: Wenn ich einfach hungrig bin, suche ich mir Essen.

00:31:43: Also das ist etwas Gutes!

00:31:45: Das ist nur die Frage wann und wie ich es einsetze.

00:31:48: Aber jetzt bin ich gerade ein bisschen abgeschwiffen.

00:31:51: Was macht überhaupt

00:31:53: nichts?!

00:31:54: Ich würde dich sonst schon unterbrechen.

00:31:56: Ich sage immer, dass Richtige was kommen darf, das wird im Podcast auch kommen.

00:32:05: Auch der Mangel, du hast so viele wichtige Dinge genannt.

00:32:12: Ich bin gar nicht nachgekommen weil ich gedacht habe das ist noch mega wichtig.

00:32:19: bevor wir aber zum Mangel gehen eben auch das vergleichen.

00:32:22: Ich weiß noch als ich in Kreta war hab ich meiner Mama angerufen Es war spannend.

00:32:28: Ich habe Kreta gebucht, um mein Buch dort fertigzuschreiben.

00:32:33: Dass es aber die Reise zu mir selber wird, hätte ich niemals gedacht.

00:32:38: Ich bin schon an meinem Buchprojekt auch sehr stark vorangekommen.

00:32:42: Aber zuerst war das einfach wieder mal mich selber finden und ... Ich musste so schmunzeln, was du vorhin gesagt hast.

00:32:50: Wir vergleichen uns nonstop und wir beginnen schon als Kinder damit weil das war bei mir genau das gleiche.

00:32:57: ich habe dann im Kreta meinen Mama angerufen hab ich gesagt mama schreib gerade an meinem Buch.

00:33:03: da ich aber fast nichts mehr von meiner Kindheit weiß bin jetzt einfach froh wenn du mir so ein gewisse Dinge erzählst damit ich mich aufschreiten kann damit ich mal ja für mich einfach so weiss was nehme ich in mein buch rein.

00:33:17: Und dann kam sie eben auch mit dieser Aussage, weißt du?

00:33:20: Du hast schon früh angefangen dich immer zu vergleichen.

00:33:24: Das ist mir schon aufgefallen als du im Kindergarten warst und das ist schon crazy wenn dir das deinem Mama sagt du bist fast vierzig Jahre jung und dann hörst du so von deiner Mutter dass du schon in dem Kindergarden angefangen hast immer mit den anderen zu vergleichen.

00:33:42: Warum?

00:33:43: Weil ich ja auch durch meine Hochsensibilität das ganze Leben lang anders gefühlt habe, dann war ich die Klassengröße.

00:33:52: Das hat mich sehr belastet.

00:33:54: Alle Klassenfotos, wo ich anschaue, war ich immer die Grösste und bin überall herausgestochen.

00:34:02: Dann hab' ich im Kindergarten schon gehört – das wusste ich natürlich nicht mehr.

00:34:07: Meine Mama hat mir das erzählt Echt eingefahren.

00:34:10: Da hat sie gesagt, weißt du ich mag mich an eine Situation erinnern?

00:34:14: Da kommst du nach Hause vom Kindergarten.

00:34:17: wohl bemerkt hast geweint.

00:34:20: und als sie mich gefragt hat was ist denn passiert?

00:34:23: Ich habe im Kindergarden aus irgendeiner Situation geweint.

00:34:28: Jetzt, weil ich schon so groß war physisch, hat es schon im Kindergarten die Kindergartener Lehren gesagt.

00:34:35: Ah Tania du musst nicht weiten!

00:34:37: Du bist schon eine große!

00:34:39: Anstatt dass sie mich in dem Moment... Getröstet hätte ich, dass bei allen anderen Kindern gemacht hat.

00:34:46: Weil wir waren fucking nochmal im Kindergarten, also irgendwie seit fünf, sechs Jahre alt.

00:34:54: Ich wurde nicht getröstelt.

00:34:55: Ich habe gehört du bist schon so groß Du musst nicht weinen ist nicht zu schlimm.

00:35:02: was das aber bei einem Kind alles auslöst Und dann das ganze Leben lang, eben durch das die anderen Kindern werden getröstet.

00:35:12: Ja wieso werde ich nicht getrüstet?

00:35:14: Das war schon der Funke wo ich angefangen habe nonstop mich zu vergleichen.

00:35:21: Das finde ich so ein wichtiges Thema.

00:35:26: Bitte an alle da draußen auch!

00:35:28: Ich meine ich bin selber nicht Mama aber ebenso dass nonstop vergleiche.

00:35:34: ich höre das so oft in meinen Coachings Ja, aber die anderen Kinder sind ja auch anders.

00:35:41: Und?

00:35:42: Wieso soll dein Kind jetzt so sein wie alle anderen?

00:35:46: Genau!

00:35:46: Jeder darf mal so sein, wie er ist und das ist ja der Schöne, dass wir so individuell sind.

00:35:52: Ich glaube vergleichen ist jetzt auch nichts was ich komplett verpönen würde.

00:35:57: es ist auch eine gute Sache sich einmal zu vergleichenen.

00:36:00: Vergleichen kann auch Wachstum bedeuten.

00:36:03: Die Frage ist immer wann und wie viel vergleich ich mich.

00:36:06: Ja, vergleiche ich mich mit meiner Freundin Arsch?

00:36:08: Hab mal deinen Naas!

00:36:09: Ich hab blaue Augen du hast braune Augen.

00:36:11: da können wir uns gerne einmal vergleichen.

00:36:13: aber am schlimmsten finde ich wirklich diesen inneren Kritiker der die ganze Zeit da ist Und du hast vorhin so schön angesprochen mit dem Schreiben.

00:36:21: Du weißt das auch gerade wenn man seit eineinhalb Jahren an meinem Buch schreibe und für mich ist es die größte Persönlichkeitsentwicklung die ich überhaupt machen kann immer mehr zu mir, weil ich mir immer tiefere Fragen stelle und ich komme quasi der Ursache auf den Grund.

00:36:40: Und ich halb dieses Buch fest natürlich, weil Ich wirklich ein Buch nach außen tragen will aber in die erster Linie schreibe ich das mal für mich ganz alleine!

00:36:50: Weil wenn es mich weiterbringt im Leben dann habe das größte Gewonnen, was dieses Buch überhaupt erreichen kann.

00:36:58: Und wenn ich dann noch andere Menschen damit inspirieren kann zum Nachdenken anregen kann... Ich glaube, dann ist es der größte Gewinne!

00:37:05: Also dieses Buchprojekt zu starten jetzt seit eineinhalb Jahren ... Kann ich wirklich nur jedem Menschen empfehlen?

00:37:16: Genau über das Veröffentliche oder nicht?

00:37:18: Woll' ich egal!

00:37:19: Sondern schreib ein Buch für dich und dann schau, was daraus wird.

00:37:23: Das ist ein so spannender Prozess.

00:37:25: Ja,

00:37:25: das finde ich mega spannend!

00:37:27: Ich muss jetzt gerade so schmunzeln weil... So jetzt im Nachhinein das erste Buch wo ich geschrieben habe, das war auch in der Therapie für mich selber.

00:37:39: Wenn ich das jetzt lese denke ich, wow das hätte ich so nie veröffentlicht.

00:37:44: Jetzt mit Tonya und meinem jetzigen Wissen Weil ich ganz viele Menschen Wie sagt man, wie fällt gerade das Wort auf Hochdeutsch?

00:37:59: Wie sagt man?

00:38:02: Von den

00:38:02: Kopf gestoßen hast

00:38:03: du sie... Ja, genau.

00:38:04: Danke für den Kopf!

00:38:05: Ich hätte wirklich einige Menschen vor dem Kopf gestossen weil ich ja sehr ein ehrlicher Direktor-Mensch bin weil mein zweites Buch ist genauso.

00:38:14: aber beim ersten Buch habe ich schon gewisse Kämpfe ausgetragen wo so das Ego zum Vorschein kam.

00:38:21: also wirklich ganz krass.

00:38:22: um es jetzt zu denken war crazy Tania.

00:38:27: Es war für mich das Beste die letzten zweieinhalb Jahre das zu schreiben, weil ganz viel Heilung stattgefunden hat durch dieses Buchprojekt.

00:38:37: Jetzt aber schon noch einmal ein ganz anderes Buch entstanden ist und genau so tief ist.

00:38:48: Wo das Ego nicht mehr im Vordergrund steht.

00:38:54: Nicht mehr diese Machtkämpfe, wo ich nach außen tragen muss um jemanden ans Bein zu pissen und zähren bei meinem ersten Buch wirklich der Fall gewesen.

00:39:05: Und doch du hast etwas ganz Wichtiges erwähnt.

00:39:11: Ich habe gerade letztens jemandem gesagt Du musst ein Buch schreiben Weil er hat so eine inspirierende Geschichte.

00:39:19: Ich habe ja nicht wirklich etwas zu erzählen.

00:39:21: und ich denke, was?

00:39:23: Du hast mega etwas zu erzählt.

00:39:26: Und ich habe gesagt im Endeffekt auch wenn du das Buch nur schreibst und es nicht veröffentlicht ist aber es findet so viel Heilung statt.

00:39:36: Wenn du es einfach mal niedelschreibst, dann ist jeder Mensch bestätigt.

00:39:41: denn wo?

00:39:42: mein anzubiografisches Sachbuch schreibt logischerweise nicht ein Roman.

00:39:47: Vielleicht passiert auch dort ein, dass ich weiß die Sicht.

00:39:52: Aber im Endeffekt einfach... Ich bin fest davon überzeugt jeder Mensch auf dieser Welt hat eine Geschichte.

00:40:01: Diese Geschichte darf gehört werden!

00:40:04: Das ist wichtig.

00:40:04: genau so sehe ich das auch.

00:40:07: und wenn es nur für einen selber ist Wenn nicht nur diese Geschichte mir selbst erzähle Das bringt so viel zu Tage und das bringt soviel Entspannung rein, es bringt so viele innere Ruhe.

00:40:20: Und weißt du wo ich schreibe?

00:40:22: Ich schreib gar nicht am Computer!

00:40:24: Ich schreib beim Staxieren... Nee, ich spreche.

00:40:28: Ich spreche mein Buch beim Gassigen ein.

00:40:31: Das heißt, ich bin mitten im Wald in der Natur weil ich gemerkt habe dass ich nicht lieb ist die statisch irgendwo sitzt und tippt passt einfach so gar nichts zu meiner Natur.

00:40:40: Und auch da einfach mal das aufzubrechen zu sagen ich muss nicht einen buch schreiben wie alle anderen Ich mache es im Gehen Im Laufen!

00:40:57: extrem bewegen, aus dem Moment heraus.

00:41:00: Also ich beleucht wirklich wie fühlt sich mein Körper an?

00:41:03: Welche Emotionen habe ich?

00:41:04: Welchen Gedanken gehen durch meinen Kopf?

00:41:06: Ich versuche da wirklich so ehrlich zu mir selbst zu sein wie nur irgendwie möglich weil ich glaube nur dann ist es wirklich echt wenn ich jetzt das in einem Jahr aufschreibe...ich weiß doch gar nicht mehr genau wie ich mich da gefühlt hab und da gibt's echt gibt heftige Dinge.

00:41:25: Also ich habe ganz viel Scham in mir, ja und hab oft den Mut nicht andere mitzunehmen in meine Gedankenwelt aus Angst es könnte mir jemand wegnehmen egal was auch immer.

00:41:36: Auch diese ganze Reise das sich jetzt hier sitze die letzten Jahre habe ich am Anfang weitgehend vor meinen engsten Menschen gerade mein Mann geheimgehalten weil ich so eine Panik hatte dass er irgendwas sagt und ich gehe von meinem Weg weg.

00:41:53: Ich hatte so Angst, diesen Weg wieder zu verlassen.

00:41:55: Weil ich wollte diesem Weg gehen und er war gerade für ihn oft nicht so einfach weil ich hatte da auch voll die Ego-Schiene mal.

00:42:04: Ich habe ihn ausgeschlossen.

00:42:06: es kann wirklich für die Menschen die ganz nah bei uns sind auch sehr hart sein aber wenn der Weg für mich selber so genau der richtige war ich musste ihm gehen.

00:42:16: manche Menschen gehen dann manche bleiben.

00:42:20: Das Wichtigste ist, zu mir selber dabei zu finden.

00:42:23: Also das war schon ein Riesen-Challenge sage ich dir!

00:42:28: Auch da gehe ich mit allem was du gesagt hast zu hundert Prozent in Resonanz und ich will da auch wieder andocken weil du noch etwas ganz ganz wichtiges erwähnt hast wo eben auch nicht darüber gesprochen wird... schon

00:42:43: Ist

00:42:44: ganz, ganz ein großes Thema.

00:42:45: Ich weiß nicht, ob du das Buch Verletzlichkeit macht stark von Brony Brown kennst?

00:42:51: Das muss

00:42:51: jeder Mensch gelesen haben wirklich!

00:42:53: Das war meine Hausaufgabe von meinem Buch-Coach.

00:42:57: Er hat gesagt, du liest das Buch wenn du ihn kräht habt.

00:43:02: Das war das Buch wo in mir... ich glaube bis jetzt und ich habe... ich weiß nicht wie viele Bücher gelesen den größten Prozess ausgelöst hat, was Verletzlichkeit und Scham anbelangt.

00:43:16: Ich saß da in Kreta am Meer auf meinem Stein und ich habe Rote geweint weil ich gedacht habe Crazy hinter der Verletzlichkeit steht so viel Scham.

00:43:30: eben wie du gesagt hast zum Beispiel auch Du hast den Mut gehabt in die Selbstständigkeit zu gehen.

00:43:36: jetzt hast du nach fünf Jahren wieder eine Festanstellung genommen.

00:43:40: Du schon da?

00:43:41: Hey, ich habe Charme, weil xy und nur schon das auszusprechen macht so vieles mit einem!

00:43:52: Das durfte ich in den letzten fünf Wochen jetzt wieder erleben.

00:43:57: Ich bin ja Anfang Juni nach Kreta gegangen Und nur schon eben auch in der Partnerschaft Dinge auszusprechen oder anzusprechen, das löst in mir Scham aus.

00:44:08: Und plötzlich beruhigt sich dein ganzes Nervensystem weil du es einfach mal ausgesprochen hast.

00:44:16: und ich glaube dass wir Menschen Ganz, ganz vieles gerade bei den nächsten Personen.

00:44:25: Gerade als du das so gesagt hast, ich meine vor fünf Jahren, wo ich meine sechs Jahre her, als ich meine sehr starke Krise hatte und kurz davor war mich in die Psyche einzubeisen – die nächsten Menschen wussten nicht wie es mir geht!

00:44:39: Ich konnte so lange meine Maske aufbehalten bis ich kurz vor dem Zerbrechen war sogar nicht mal mein eigener Mann oder meine Mutter, Person nahesteht oder beste Freundin.

00:44:52: Die wussten alle nicht, wie es in mir aussieht weil ich einfach so großen Scham hatte.

00:44:59: Weil ich war immer die starke Tania und habe über Jahrzehnte lang gehört dich schmettert nichts aus der Bahn.

00:45:08: Du bist eine starke Persönlichkeit wo du natürlich irgendwann versuchst all das irgendwie zu wahren, ja nicht irgendwie zu brechen.

00:45:20: Ich glaube da sind wir uns sehr, sehr ähnlich.

00:45:23: und irgendwann dann zu sagen nein!

00:45:27: So sieht es aktuell in mir drin aus... Und das ist scheiße.

00:45:33: Ja.

00:45:34: Das ist in Ordnung.

00:45:36: einfach es auszusprechen und zu sagen ich kann nicht mehr und ich möchte jetzt dann Ein eigenlustiges Beispiel bringen betrefft Scham, aber das hat in mir ganz viel ausgelöst.

00:45:49: Als ich im Kreta war ging ich Joggen und dann wollte ich eine Story machen für Social Media.

00:45:55: Gut habe ich während den Joggens gemacht!

00:45:58: Und nun muss dir vorstellen am Meer hat es auf dem Trottwörr überall so

00:46:07: Steinbänke

00:46:08: sozusagen und die sind schön auf Kniehöhe.

00:46:14: Hauptsache, ich mache die Story für Instagram.

00:46:16: Das ist schon so behindert wirklich!

00:46:19: Nalle ich voll in diese Steinbänkereien mein Handy verfliegt... Ich verflüge.

00:46:29: hinter mir kam Joker.

00:46:30: der hat nur den Kopf geschüttelt weil er gesehen hat das sich mit meinem Handy eine Story gemacht habe.

00:46:36: und in dem Moment hatte ich so großen Scham.

00:46:39: Und in diesem Buch Verletzlichkeit macht stark von Bruno Brown, lernst du in dem Moment zu sagen Schmerz schmerzschmerz weil das das Gleiche bewirkt wenn du Scham hast.

00:46:51: Das ist nicht im gleichen Gehirn areal.

00:46:54: Das stupide war ich hatte ja Hölle-Schmerzen meine Knie waren offen und ich habe die Sase da.

00:47:01: Schmerzt schmerzt!

00:47:02: Und dann eine Stunde später telefoniert dich mit meinem Mann Tanja vor drei Jahren, nicht für drei Jahren.

00:47:10: Tanja, vor sechs Monaten hätte nicht mal ihrem eigenen Mann die Story erzählt und ich telefonierte mit meinem Mann und sagte Navi geht's?

00:47:23: Du warst doch Chock-Navig auf Instagram gezogen.

00:47:29: Ich habe gerade so viel Scham in mir, dann war es stille weil das kennt mein Mann so nicht dass sich das ausdrücken er so.

00:47:36: Also wie meinst du?

00:47:37: Da hab ich gesagt, währenddem ich diese Instagram-Story gemacht habe bin ich in diese Steinmauer reingerannt.

00:47:46: Ich hab ihm dann ... wir haben ein Videokall gemacht, die Fotos.

00:47:49: Also ich hab ihm die Knie gezeigt und ich hab gesagt, in dem Moment wo ich verflogen bin mit meinem Handy und der Joker hinter mir noch den Kopf geschüttelt

00:47:59: hat...

00:48:00: Ich hatte so viel Scham in mir!

00:48:04: Was hat mein Mann gesagt in diesem Moment?

00:48:06: Schatz, ich verstehe dich.

00:48:08: Ich hätte mich in diesem moment auch geschämt und in dem Moment hat sich mein komplettes Nervenkostüm beruhigt.

00:48:16: er hat mich weder ausgelacht sondern gesagt ich versteh dich dass du dich schämst wäre mir genau gleichgegangen Und nur schon das Auszusprechen dass ich mich in dem Moment so geschämt habe, weil ich gedacht habe es kann doch wohl nicht wahr sein.

00:48:32: Ich hätte wirklich Monika vor sechs Monaten diese Geschichte keinem Menschen erzählt!

00:48:39: Das hätte nur ich gewusst, dass ich mir diese starken Knieverletzung aufgrund sowas zugezogen habe.

00:48:48: Nein, in diesem Moment einfach zu sagen... Ich schäme mich gerade mega, dass ich wegen so etwas dofern in eine solche Situation gekommen bin.

00:48:59: Das ist jetzt der Geschichte die sehr gutes Beispiel für Scham.

00:49:05: Der Alltag sieht ja nicht so aus wie wir uns ständig die Knie aufschlagen was ich viel krasser finde gerade weil wir beide viel mit Frauen arbeiten.

00:49:13: also allein heute hatte ich im Erstgespräch drei Frauen alleine erziehende Mütter unterschiedlichste Lebensgeschichten Und ich glaube, Scham und Schuld spielt eine ganz große Rolle bei Müttern.

00:49:27: Weil wir wollen die perfekte Mutter sein!

00:49:29: Wir wollen ne perfekter Ehefrau, Hausfrauschufförin, Ärztin, Krankenschwester, Bespaßlerin, Bastlerin – was auch immer alles sein.

00:49:39: Wir wollen diese super-roser Wolkenblase um unsere Wohnunghaus unser ganze Familie legen weil wir wollen alle beschützen und behüten Und dabei vergessen wir uns selbst immer.

00:49:52: Nach außen hin sieht das super perfekt aus, passt genau zu dem was du auch gesagt hast.

00:49:56: Du hast deinen liebsten Menschen gar nicht gezeigt wie schlecht es dir geht.

00:50:01: Wenn man jetzt wie ich Menschen hat die das sehr gut spiegeln können Dann denkst du dir halt doch den Mund, ich will das nicht hören.

00:50:09: Mir geht's gut!

00:50:10: Also mein Mann hat dann schon immer gesagt, meinst du nicht?

00:50:13: Und dann dachte ich mir, uah, ich hätte den liebsten erwirkt weil er so recht hatte Ich wollte es nicht hören dass er Recht hatte.

00:50:21: und da kommt dann noch mehr Scham dazu.

00:50:23: und dann ja Du gehst weiter weiter weiter.

00:50:27: und genau das war es nämlich bei mir letztes Jahr und die Jahre davor aber das war halt so die Krönung.

00:50:34: Und das plötzlich aufzugeben, da plötzlich mir einzugestehen, dass ich die ganze Zeit im Außen etwas gewesen bin was ich gar nicht bin.

00:50:43: Ja du hast mich auf der Bühne gesehen singend lustig tralalala.

00:50:49: Ich kann das aber das ist gar nicht mein innerer Kern!

00:50:52: Ich bin lieber ruhig, ich bin lieber still ich ziemlich lieber zurück und lass andere machen.

00:51:01: Das merke ich es immer mehr, das ist vielmehr meins als jetzt da Halli Galli weil ich auf einer Bühne stehe.

00:51:08: und das zu erkennen dass das kostet soviel Mut weil dann nicht nur die Scham da ist und die Schuld sondern eine große Angst.

00:51:18: dazu kommt alles was sich mir aufgebaut habe.

00:51:23: Wenn ich jetzt ehrlich zu mir selbst bin und dann das im Außenzeige verliere, ich dann alles war dann alles umsonst.

00:51:31: Jetzt fester Job.

00:51:33: Oh Gott was denken die wohl alle von von mir?

00:51:35: ja auf social media?

00:51:37: Was sage ich denn jetzt dass ich wieder eine feste anstellung habe?

00:51:40: Ja monika was ist mit einem erfolgreichen coaching?

00:51:43: obwohl ich noch nie von erfolgreichen Coaching gesprochen habe Was is damit jetzt?

00:51:53: Ich war wirklich, ich wusste überhaupt gar nicht wie ich irgendwie damit umgehen sollte.

00:51:58: Und was ich ganz wichtig finde wenn wir den Mut haben endlich mal bei uns anzukommen uns wirklich diese Zeit zu geben, die es braucht.

00:52:10: Manche brauchen vielleicht ein paar Wochen, manche brauchen dafür Jahre dazu und das ist alles völlig okay!

00:52:16: Und nicht da wieder das Gefühl zu haben hey ich muss jetzt schnell schnell schnell zu mir selber finden, forget it du wirst nicht schnell schnell schneller zu dir selber finden.

00:52:25: Es braucht... Das sind immer wieder Prozesse.

00:52:28: Es sind viele Tränen, es sind viele innere Gespräche, Dialoge entweder kann man sie mit sich selbst führen oder mit Freunden führen zu sich selbst wirklich kommen, dauert und es ist umso schöner wenn du selbst merkst dass diese Gespräche mit dir selbst dich heilen.

00:52:48: Und mir macht das mittlerweile wirklich eine große Freude herauszufinden wer ich bin.

00:52:56: Am Wochenende habe ich mich mit Jackie getroffen und wir haben ganz tiefe Gespräche geführt.

00:53:04: Die sind so heilsam, weil solche Gespräche wo es um wie bei uns jetzt gerade um tiefe Themen geht die arbeiten weiter.

00:53:11: Entweder mache ich danach die Shoppen dicht und sagt kommt nichts mehr rein oder ich nehme die Dinge mit und gehe und reflektiere nochmal das was wir gesprochen haben und greift das für mich auf Was für mich gerade wichtig ist, und da gehe ich tiefer rein.

00:53:27: Und stellen mir immer tiefere Fragen und Fragen und fragen!

00:53:31: Und dieser Prozess ist für mich das heilsamste was es irgendwie geht... ...und ich glaube es fällt nicht jedem Menschen leicht.

00:53:38: Vielleicht kann auch nicht jeder gleich so hingucken?

00:53:42: Und mir fällt es mittlerweile leicht.

00:53:46: also vor sieben acht Jahren wenn du mir irgendwas gesagt hast hätte ich wäre ich im Panik weg gelaufen wie ich mache Fehler, ich mach doch keine Fehler Nein!

00:53:56: Und es ist ein Prozess, aber ich gehe den eben für mich und auch für andere.

00:54:01: Weil ich das super wichtig finde.

00:54:02: Weil alles was ich mit mir selbst innerlich kläre kann ich im Außen wieder ganz anders weitergeben.

00:54:08: Das heißt nicht dass ich andere belehre, aber durch meine eigene innere Haltung habe ich eine andere Wirkung nach außen.

00:54:15: Und Menschen spüren das... Auch wenn sie's nicht benennen können.

00:54:20: Und das ist der Weg.

00:54:24: Ich möchte eigentlich gerade hier Schluss machen, weil du hast so ein schöner Abschluss gemacht mit deinem letzten Satz.

00:54:32: Genau das ist dein Weg oder der Weg?

00:54:36: Ja ich will hier gar nichts mehr hinzufügen.

00:54:41: Ich bin geflasht von diesem wundervollen Gespräch und wir haben so viele Themen angesprochen, die einfach so wichtig sind.

00:54:52: Ich möchte dir trotzdem noch das Abschlusswort geben überreichend wenn du noch irgendein Impuls der Community oder sprich all den Zuhörern und Zuhören mit auf den Weg geben möchtest was wäre das?

00:55:06: Ich glaube das Wichtigste ist einfach mach mal die Stimmen im Außen leise oder mach sie aus und lerne dich selbst kennen.

00:55:18: Gestern im Kurs auch den Jugendlichen, sechzehnjährigen gesagt.

00:55:22: Hör auf dich!

00:55:23: Lern dich kennen und finde immer mehr raus wer du selber bist.

00:55:27: ich glaube sie selbst zu entdecken sich selbst zu erkennen sich selbst immer wieder zu reflektieren aber auch nicht sich selber ständig schlechtzumachen und bewerten sondern wirklich zu sagen hey wie genial ist das denn in diesem Körper wohne ich?

00:55:42: Und Ich habe jetzt die Möglichkeit mein ganzes Leben so lange es geht mich selbst zu Entdecken.

00:55:49: Da sind so viele Schönheiten drin, so viele Wahrheiten und so viel Potenzial in jeder einzelnen Person.

00:55:56: In jedem Menschen Und die, die schon viele Wege und weiter gegangen sind haben sich auf die Reise gemacht.

00:56:03: Es ist nicht einfach es tut weh.

00:56:06: Es bedeutet sich selbst zu begegnen.

00:56:09: Das ist nicht nur im Spiegelblicken, es geht tiefer und tiefer.

00:56:13: Aber für mich ist das die größte Reise, die wir machen können oder die wertvollste überhaupt.

00:56:18: Und ich glaube wenn wir bei uns ankommen dann sehen wir mal ganz schnell wie viele Dinge im Außen Auto, Haus, Flugreise viel Geld auf dem Konto zwar ganz schön sind aber die sind alle nichts wert wenn ich sie nicht füllen kann mit Leben.

00:56:42: berührenden Abschlussworte für deine Ehrlichkeit, für deinen Sein.

00:56:47: Ich bin so dankbar dass wir uns über den Weg gelaufen sind und seit her eine tiefe Verbundenheit spüren dürfen.

00:56:56: also vielen vielen Dank dafür!

00:57:00: Ich danke dir auch.

00:57:00: es war wundervoll dein Gast zu sein und ja ich freue mich auf die nächste Begegnung und auf alles weitere was wir beide noch so erleben werden.

00:57:10: Wird noch einiges sein, glaube ich.

00:57:15: Ja wenn du weiterhin so tiefe Gespräche miterleben möchtest und immer wieder auch Dinge für dich in den Alltag rausnehmen willst dann freue mich wenn du dich oder wenn du das nächste Mal bei erhöhter Wahrnehmungsfilter Sinnersrausch zwei Punkt Null wieder einschaltest.

00:57:33: bis dahin eine gute Zeit, Hebden Sorg und Bis bald!

00:57:37: Tschüss miteinander.

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