Episode #45 Vom Vertriebs Profi zum Yoga Pionier
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00:00:03: Hi und herzlich willkommen bei Erhöhter-Bahnnehmungsfilter Sinnesrausch, zwei Punkt Null.
00:00:10: Hier ist
00:00:11: deine Tanya und du hörst der Podcast für hochsensible Menschen!
00:00:17: Ich wünsche dir ganz viel
00:00:19: Spaß,
00:00:20: viele Ahamomente und vor allem dass du ganz viel für dich mitnehmen kannst.
00:00:35: Wunderschöner guten Morgen und schön, dass du wieder eingeschaltet hast.
00:00:38: Bei erhöhter Wahrnehmungsfilter Sinnesrausch er zwei Punkt Null.
00:00:43: Ich habe mich auch heute wieder sehr fest auf meinen Gast gefreut Und zwar habe ich heute den lieber Holger Kobler bei mir.
00:00:51: Ich kenne Holger noch nicht lange Aber er hat mich gerade vorhin wieder daran erinnert Das war der Burner.
00:00:57: Ich hatte Janis Peach in Nähe Köln Und dort habe ich dann Holger auch kennengelernt.
00:01:03: und er sagte zu mir, als ich ihn am Abend fragte, Holger was machst du eigentlich?
00:01:08: So sagt er.
00:01:09: Ich bin ein ganz normaler Typ!
00:01:11: Und dann haut er diese Geschichte heraus die hört ihr nachher auch und ich denke so what... Was hast Du gesagt?
00:01:19: Ganz ein normaler Typ okay.
00:01:22: Dann, als ich die Geschichte von dir lieber Holger gehört habe, wusste ich.
00:01:26: Ich will dich bei meinem Podcast mit dabei haben und vielen, vielen herzlichen Dank dass du dir heute die Zeit nimmst!
00:01:33: Du bist ja ursprünglich ein Vertriebsprofi.
00:01:35: glaube über zwanzig Jahren hast du ja in einem amerikanischen Vertrieb für Start-ups gearbeitet, also eigentlich so vom Vertriebsprofi zum Yoga Pionier.
00:01:49: Und was das alles bedeutet und was das so für den Ursprung oder die Ursprungsgeschichte, die werden wir dann hören.
00:01:56: auf alle Fälle.
00:01:57: zuerst mal vielen vielen herzlichen Dank dass du da bist.
00:02:00: ich habe mich riesig auf dich gefreut.
00:02:02: ja vielen dank für die Einladung.
00:02:04: freue mich auch sehr hier zu sein.
00:02:06: Holger, wenn du dich anhand von einem Tier beschreiben müsstest... Das ist meine erste Frage.
00:02:14: Nachher wird es ganz normal in meinem
00:02:16: Podcast.
00:02:20: Weil ich will nicht so ein Standardvorstellungsrunde wie oder anhand was für einen Tier?
00:02:26: Was kommt dir spontan in den Sinn?
00:02:28: Wie würdest du dich beschreiben und warum?
00:02:31: Puh!
00:02:33: Tier haben sie tatsächlich noch nie gemacht.
00:02:35: Kannst kurz überlegen.
00:02:39: Das erste was mir tatsächlich einfällt ist Fisch im Wasser.
00:02:43: Ja, Fisch und Fisch in Wasser.
00:02:47: Es sind schönes Element.
00:02:48: also ich mag schwimmen und ich finde Fische haben eine tolle Eigenschaft die sehen gut aus sie passen sich ihrer Umgebung an je nachdem wie es gerade passt um entweder irgendeinem Raubtier auszuweichen oder Vielleicht einfach der Situation, das Schwarm sich anzupassen.
00:03:08: Und gerade wenn wir beim Schwarm hier sind die anderen zu lesen, sich darauf einzustellen mitzugehen und ich habe immer das Gefühl, wenn ich Fische unter Wasser sehe, denn grade ans Mittelmeer dass sie eigentlich immer eine gute Zeit haben.
00:03:23: Schön!
00:03:24: Das hab' ich jetzt noch nie gehört ein Fisch in meinem Podcast.
00:03:28: Sehr schön!
00:03:29: Ja Holger Ich möchte gleich tief einsteigen.
00:03:33: Erzähl doch mal, was dein Ursprungsweg war und wie du dann plötzlich zum Yoga-Pionier geworden bist?
00:03:45: Ja also das kam alles zufällig.
00:03:49: es ist keine richtige Vorbestimmung gewesen wenn ich ganz weit zurück gehe.
00:03:54: ja dann hatte ich einen besten Freund in der Grundschule, wir sind auch zusammen auf die Weiterführende Schule gegangen und ich hatte immer das Ziel.
00:04:01: Ich wollte Pilot werden weil ich ganz viel Fable für Flugzeuge hatte und er wollte in die IT gehen.
00:04:08: und am Ende ist es so ausgegangen dass er Pilot geworden ist und ich in die it gegangen bin.
00:04:17: Ursprünglich klassisches Ingenieur Studium für Informatik ... gemacht und aber auch dort schon festgestellt, okay ich rede eigentlich zu viel für diesen Studiengang.
00:04:28: Also der typische Informatiker redet ja nicht viel.
00:04:31: Das kann ich bestätigen ist kein Vorteil sondern es tatsächlich so.
00:04:35: Und bin relativ schnell nach dem Studium auf die Vertriebsseite in den Beruf gewechselt... ...und dann kam wieder der Zufall.
00:04:44: Es wurde eine Stelle frei im einem typischen Silicon Valley Start-up und ich wurde vorgeschlagen Also jemand ist an mich herangetreten und gesagt, ich glaube das es etwas für dich ist.
00:04:55: Und ich hatte gar keine Ahnung davon was das bedeutet.
00:04:59: Die fanden mich irgendwie gut.
00:05:01: Ich glaube heute.
00:05:01: im Nachhinein war's das Ego was mich dort hat klänzen lassen.
00:05:06: mit all dem was sich auf den weiteren Weg gelernt habe kann ich sagen dass wahrscheinlich das ego war und auch eine wahrscheinlich viel zu große Portionen Selbstwurst sein die damit reingespielt haben ... der Weg dann knapp zwanzig Jahre später, dass man in so eine ... ... Blase mit rein gerutscht ist von Menschen die dann von Start-up zu Start up ziehen immer in so einer gewissen Größenordnung.
00:05:31: Wenn dann ein Börsengang zum Beispiel ansteht oder eine Veräußerung einem größeres Unternehmen und dann sind das immer im Schnitt drei Jahre gewesen.
00:05:38: Manchmal war es nur ein Jahr manchmal waren's vier Jahre... Und so habe ich dann in diesen knapp zwantzig Jahren einige Startups zusammen gesammelt... ...und dann kam irgendwann der Break!
00:05:51: Magst du da mal die Zuhörer ein bisschen mitnehmen, was da dann passiert ist wo eigentlich der komplette Umbruch stattgefunden hat?
00:06:01: Ja also von außen gesehen war das Leben perfekt.
00:06:08: Es war Karriertechnik ging es immer weiter nach oben.
00:06:13: man findet irgendwann einen Partner und man plant eine Familie drei wunderbare, gesunde Kinder, die dann noch relativ eng aufeinander kamen.
00:06:26: Und wenn wir von außen Stimmen gehört haben was meistens Mensch, eure Partnerschaft, eure Ehe ist ja wirklich super und könnt viele Urlaube machen es gab rein auf der materialistischen Seite gab's eigentlich nichts was gefehlt hat.
00:06:41: und klar natürlich ist es alles energieraubend, was man dort macht wenn man eine Familie gründet.
00:06:49: Aber das gibt dir auf der anderen Seite auch so viel.
00:06:52: Was ich nicht gemerkt habe in der Zeit ist dass das Systemen, das sich hinein gerutscht bin... ...was man heute glaube ich sagen kann die Gesellschaft uns auch ein Stück weit aufoktuiert immer mehr in eine Richtung gegangen ist, die einfach nicht gesund ist.
00:07:11: also Wenn man es ganz krass zusammenfassen will, ist die Gesellschaft gerade hier in Zentral-Europa, Nordeuropa In den Zeiten nach dem Krieg.
00:07:22: Die musste in diese Richtung gehen.
00:07:23: also es war vieles zerstört Es wurde wieder aufgebaut und so bis zu den siebziger Jahren galt es eigentlich diesen Wohlstand diesen widererlangten Wohlstands zu feiern.
00:07:34: Das haben viele dann auch weiter bis in die Achtziger und Neunziger gemacht, aber was die Gesellschaft letztendlich daraus gemacht hat.
00:07:39: Auch aus so kapitalistischen Gründen wie Unternehmen Geld verdienen ist... Man kann es wahrscheinlich für den gesamten Westen sagen du bist eigentlich nur etwas wenn du was hast.
00:07:50: Und gibt viele, die das früh erkennen dass das nicht richtig ist.
00:07:55: bei mir hat's ein paar Jahre gedauert und Wie ich es sich gezeigt habe ist, dass so ganz langsam immer mehr die Zweifel aufkam wo ist eigentlich der Sinn hinter dieser Sache?
00:08:04: Und das hat aber nicht gestört, weil es einfach ... Das Leben war sehr angenehm.
00:08:09: Man umgibt sich auch mit gleichen... Also Freunde hatten eine selbe Ausgangslage, dass man sich auch oftmals, obwohl man in derselben Stadt wohnt und dann irgendwo im Urlaub noch mal am Mittelmeer getroffen hat und da einfach das gute Leben weiter geführt hat.
00:08:25: Ganz oft waren die guten Zeiten eigentlich immer mit Feiern viel Alkohol und auch teilweise über Grenzen gehen verbunden.
00:08:35: Und ich glaube, dass Covid war so der erste Einschnitt wo wir gar nicht bei uns sondern bei anderen Paaren gesehen haben da ist was anders.
00:08:46: also es gab Situationen wo sich Paare getrennt haben um uns herum Wir das dann versucht haben zu analysieren weil auch ganze klicken dadurch zerbrochen sind, wo man sich Jahre vorher eigentlich immer regelmäßig getroffen hat.
00:08:59: und wir haben so ein bisschen gemerkt.
00:09:02: Jana meine Frau und ich dass diese Paare waren sehr stark von externer Stimulationen zusammengehalten.
00:09:10: also was ist der nächste Urlaub?
00:09:13: Wo ist das nächste gehypte Hotel, wo wir hinfahren können?
00:09:16: Also ging es weniger um den Ort sondern wow oder ein neues Hotel aufgemacht wird.
00:09:19: gerade Social Media war noch nicht so groß aber es wird grad in den Kreisen Total gehalten, egal ob das in Buxtehude ist wo es einfach nicht schön ist.
00:09:30: Aber da ist irgendwie ein bisschen Wasser und dann wird dann Hotelien gepflanzt und das kostet richtig viel Geld.
00:09:35: und dann heißt dann super Sparen und fahren wir einfach hin weil's gibt auch eine tolle Küche.
00:09:40: Und diese externe Stimulation war während Covid einfach weg und da sind lange Partnerschaften zerbrochen und wir haben von außen so ein bisschen drauf geschaut und gedacht
00:09:48: Das
00:09:49: ist nicht gut.
00:09:50: aber War es greifbar?
00:09:52: Vielleicht so ein bisschen.
00:09:53: Es war so unbewusst bewusst, dass da was ist, was vielleicht nicht ganz in Ordnung ist.
00:09:58: Bei uns war's eigentlich noch in Ordnungen weil wir diese Kinder hatten die uns halt einfach in einem gewissen Trott halten.
00:10:05: und Du hast ja.
00:10:08: also die meisten werden wahrscheinlich auch sich irgendwann mal die Sinnfrage gestellt haben Was warum steh ich morgens auf Warum kasteihe ich mich im hamsterraden nämlich bin Und man kommt relativ leicht immer gut die familie und die kinder.
00:10:18: das ist der sinn.
00:10:20: Und dann kam irgendwann der Knackpunkt, der das System erst mal eigentlich zu uns wanken gebracht hat.
00:10:27: Als meine älteste Tochter krank wurde und dann wird so ein bisschen das System wo du dich noch dran hängst sinnmäßig dran hengst erschüttert.
00:10:39: Du machst dir als Eltern Gedanken Hättest du was anders machen können?
00:10:42: ist es trägst du eine gewisse Schuld?
00:10:45: Das sind die ersten Gedanken, die als Eltern kommen.
00:10:48: in dem Moment wissen.
00:10:50: heute Niemand trägt Schuld daran.
00:10:53: Es geht ja auch wieder sehr gut.
00:10:56: und gleichzeitig war auch so der Russlandkrieg hat angefangen, die Inflation war wahnsinnig hoch zu diesem Zeitpunkt Die Börsen in USA haben verrückt gespielt.
00:11:07: alle paar Jahre passierte Abwertung oder muss sagen eine Kurskorrektur.
00:11:11: es ist ganz normal.
00:11:13: was das aber für das Business in dem ich gearbeitet habe bedeutet dass wir über Nacht eigentlich venture capital verloren haben also startups um das bisschen zu erklären in diesem.
00:11:22: In diesem Bereich die funktionieren so dass sie geld verbrennen um stark zu wachsen ist ganz normal.
00:11:27: und dieses Geld kommt von risikoinvestoren, die darauf spekulieren.
00:11:31: das mit dem Geld einsatz und den Verbrennen dieses Geldes.
00:11:34: Das Unternehmen so schnell groß werden kann dass es dann danach gewinnbringend veräußert werden kann.
00:11:38: also wer zum Beispiel sich Facebook anschaut und die Story gibt ja auch einen schönen Film darüber da wird das eigentlich ganz gut und dem breiten Publikum erklärt, wie es funktioniert.
00:11:47: Und über Nacht waren diese Mittel einfach weg!
00:11:50: Wir mussten uns als Unternehmen die Frage stellen können wir das drehen?
00:11:53: Können wir es profitabel machen oder müssen wir das Unternehmen begraben?
00:11:58: Das waren so die anderen Einschlüsse.
00:12:01: Wir haben uns entschieden, ich habe damals direkt an den CEO berichtet, wir haben uns entscheiden dass wir es profitable machen können und wollen was aber letztendlich bedeutet hat, dass sich die nächsten zwei Jahre danach nur durch Europa getourt bin und Teams zusammenschreichen musste, Menschen entlassen musste.
00:12:19: Dann sind diese zwei Baustellen so parallel aufgetreten.
00:12:22: Auf der einen Seite das was du noch als Sinn in deinem Unternehmen gesehen hast.
00:12:25: Du wolltest dieses Unternehmen groß machen.
00:12:27: Hinter der Story habe ich gestanden es ging um Erwachsenenbildung im Bereich künstlicher Intelligenz Was für mich schon so die letzte Stufe eigentlich dieses Startup-Businesses war, weil ich vorher Software verkauft habe und da schon eigentlich keinen Sinn mehr drin gesehen hab.
00:12:41: Ja warum solltest du einem Finanzchef eines Weltkonzerns helfen hundert Millionen zu sparen um seine Produkte, die vielleicht überhaupt nicht am Markt gebraucht werden noch besser verkaufen zu können?
00:12:52: Also bin ich schon in den Start up gegangen wo es um Bildung geht.
00:12:57: Wo du wenigstens ein bisschen den Sinn dahinter siehst.
00:13:01: Genau!
00:13:01: Also da habe ich schon gemerkt, dass vielleicht dieser Moment wenn wir alle älter werden und so die Mitte vierzig überschreiten.
00:13:09: Früher hat man's Midlife Crisis genannt und heute würde ich sagen es ist einfach der Punkt im Leben wo du anfängst in die richtigen Fragen zu stellen.
00:13:17: So dann fängt dieses System anzuwackeln auf der beruflichen Seite Und das private wo du sagst Da ist noch ein Stück weit Sinn für mich drin fängt anzu wackelen.
00:13:31: Das war herausfordernd.
00:13:32: Also konkret hat sich das geäußert darin, dass wir die Menschen, die wir entlassen mussten zwar gut abgefunden haben.
00:13:38: es gab keinen Shitstorm auf Social Media sondern wir haben den Leuten auch teilweise geholfen ich aus meinem eigenen Netzwerk oder aus anderen Leuten Netzwerken neue Jobs zu finden.
00:13:47: aber letztendlich keine Management Framework kein Leadership Framework hilft dir als Mensch mit einer eigenen Ethik das zu vereinbaren und da hat mir an der Stelle tatsächlich Hilfe gefehlt.
00:13:59: also ich hatte den inneren Kompass so ein bisschen verloren und hat mir dann auch da die Sinnfrage gestellt, wenn wir jetzt klar machen dieses tolle Produkt.
00:14:09: Wir helfen Menschen – also das war so bis in die Message – wir helfen Menschen in ihrem Job zu bleiben.
00:14:13: damals war es groß KI wird alles verändern.
00:14:16: Leute werden ihre Jobs verlieren.
00:14:17: Das ist jetzt schon einige Jahre her.
00:14:18: heute findet's tatsächlich statt.
00:14:20: Damals haben wir es vorbereitet und wir wollten mit dem Produkt im Prinzip Menschen helfen dass sie länger im Berufsleben bleiben können in Zeitalter von KI.
00:14:29: Dann hältst du aber dieses Firmenkonstrukt nur am Leben dadurch, dass zu vielen Menschen sagen musst.
00:14:35: Sorry, aber nicht mehr bei uns.
00:14:36: Du musst den anderen Job
00:14:37: suchen.".
00:14:39: Also da kam dann noch ein bisschen die Sinnfrage hinter dem was ich eigentlich dort mache mit diesen Verkleinerungen des Unternehmens und eben halt das mit der Familie, mit der Tochter.
00:14:53: Genau!
00:14:54: Das war glaube Der krasse erste Wendepunkt, wo ich gemerkt habe ist zählt mich komplett aus.
00:15:02: Also das... Ich wusste es musste was passieren
00:15:07: und dann hat sich schon etwas verändert.
00:15:09: oder kam da nochmals ein einschneidender Moment wo du gesagt hast so jetzt muss ich diese Welt wo ich jahrzehntelang gearbeitet habe muss ich jetzt verlassen und mir etwas Neues aufbauen.
00:15:25: wie ging's weiter?
00:15:27: Ja, also der war noch nicht da.
00:15:30: Weil ich auch gar nicht... Also ich habe mich dann auch teilweise schon als Fachidiot gesehen, kann ich eigentlich überhaupt irgendwo anders arbeiten?
00:15:38: Kann ich mein Lebensunterhalt irgendwie anders bestreiten oder muss sich eigentlich in diesem Apparat bleiben?
00:15:45: Ich musste raus damals!
00:15:47: Ich hab mehrere Male versucht so für paar Tage zu verschwinden.
00:15:51: Das hatte aber das war immer nur ein Pflaster dass ich geklebt habe Und sobald du irgendwie wieder zurück warst und klar drei kleine Kinder zu Hause, bist du sofort wieder irgendwie da im Hamster-Rädchen.
00:16:02: Schönes aber trotzdem eines was bedient werden muss.
00:16:07: also es kostet Bandbreite.
00:16:09: Und wenn du dann schon angeschlagen bist und keine hast, dann ist das auch anstrengend.
00:16:12: Also dann wurde das auch ein bisschen zur Qual.
00:16:14: Und dann habe ich irgendwann zu meiner Frau gesagt, ich muss jetzt wirklich mal etwas länger weg... ...und hab' das auch mit meinem Unternehmen abgesprochen.
00:16:21: Ich bin jetzt einfach mal weg!
00:16:22: ... hab mich an einen Ort zurückgezogen, den wir schon vorher kannten und mein Ziel war so ein bisschen ich will wieder Sport machen.
00:16:28: Ich habe... Vorher bin ich viel gelaufen.
00:16:30: das war so'n bisschen meine Meine.
00:16:35: Ausgleich
00:16:36: Ja ausgleich!
00:16:37: Genau gutes Wort, Ausgleicht.
00:16:38: Und ich wollte...ich habe lange nichts gemacht und wollte dann eigentlich mal an einem Ort der wirklich still ist, mich zurückziehen und hatte dort so das Gefühl hier kannst du vielleicht diesen ersten Moment wo du...wieder wenn du wieder mit Sport am Tag sehr lästig bist Den kannst du so ein bisschen überbrücken und hast einen Trainer dabei, der striezt dich dann so ein bißchen.
00:16:58: Und ich hab mich dort gemeldet habe gesagt hier könnt ihr mir so'n... ...Programms zusammenbauen und ich komme, ich will aber nicht in irgendeine Gruppe!
00:17:05: Ich will ganz allein sein.
00:17:06: als ich war so fertig, du hättest mich unter die Tür durchschieben können, so platzweich.
00:17:12: Und kam dann ein paar Tage später, kam dann ja das ist kein Problem und dann können sie danach mit was noch Yoga machen.
00:17:17: Das hab ich noch nie gemacht.
00:17:20: Und die so, ah sie ist ein Anfänger.
00:17:21: Okay dann haben wir morgens einen Anfängerkurs und ich hatte keine Ahnung von Yoga, hab dann so gedacht okay bisschen stretching bestimmt gut ja bestimmt gut.
00:17:32: aber ich muss auch ganz ehrlich sagen ich war es so fertig die hätten mich... Die hätte mit dir
00:17:36: alles machen können wahrscheinlich.
00:17:38: Genau wenn ihr gesagt hättetten wir haben einen Strickkurs und Sie könnten da einen Schal stricken und das ist total entspannend der ich jetzt gemacht.
00:17:46: also an dem Punkt war ich einfach angekommen.
00:17:49: Dann bin ich dort hin Und ich will die Geschichte jetzt nicht zu ausladen erzählen, aber es hat tatsächlich nur drei Tage gedauert.
00:17:59: Also klar, du kommst an diesem Ort und kommst so runter... Ich kannte den schon, ich wusste das.
00:18:03: heute würde ich sagen ein sehr spiritueller Ort ist in den Bergen im Süden von Deutschland.
00:18:10: Das allein hat mich schon runtergebracht und habe dann jeden Morgen mein Yoga gemacht und am dritten Tag war ich erst morgens laufen mit einem dieser Lauftrainer dort und wenn er zurück aufs Zimmer hab' ich geduscht und bin dann ins Yoga Dort am Ende für die, die Yoga machen.
00:18:24: Am Ende gibt es eine guten Jogastunde, eine Enttentspannung wo du dich flach hin legst und im Prinzip übst zu sterben.
00:18:29: Du übst loszulassen.
00:18:31: das zeigt dir die Vergänglichkeit deines Körpers War mir damals noch nicht klar heute weiß ich Aber nach dieser Entspannung habe ich die Augen aufgemacht aber die Decke geguckt in diesem Raum und wusste Es ist irgendwas elementar anders.
00:18:43: Ich konnte das nicht beschreiben Und hat mir dann den Yoga-Lehrer damals.
00:18:49: ... hat dann wie normal die Stunde zu Ende gebracht.
00:18:53: Kommt ganz langsam wieder zu dir, setzt dich auf,... ... gibt es noch ein kleines Ritual um das zu beenden... ... und in diesen letzten paar Minuten dachte ich mir nur so okay,... ... Ich frage ihn jetzt ob wir die Sportstunden... ... eintauschen können gegen eins-zu-eins Yoga?
00:19:07: Weil ich wusste nicht ob das überhaupt geht!
00:19:09: Also es war mir null klar dieses Konzept dass es eigentlich früher nur so war,... ...dass es zwischen Lehrer und Schüler direkt weitergegeben wurde.
00:19:17: Bin dazu hingegangen ganz verlegen habe gesagt du,... Können wir das?
00:19:19: Na ja, klar.
00:19:20: Wir suchen unseren Raum.
00:19:21: und um die Geschichte dann ein bisschen abzukürzen... Also die ersten zwei Tage danach in diesen Eins zu Eins, ich habe nur geheult!
00:19:28: Das war es lief aus allen Kanälen, das ganze Leben hinterfragt und er musste nichts sagen.
00:19:34: also er hat nicht gesagt, er hat lediglich vor mir gesessen Und wir haben uns auch nicht bewegt.
00:19:39: Es waren wirklich alle Schleusen offen, das musste einfach raus.
00:19:44: Ich kann heute sagen seit diesem Zeitpunkt praktiziere ich jeden Tag hat nichts immer mit körperlichen zu tun.
00:19:51: Das ist auch teilweise einfach eine meditative Praxis, die man dann später leichter lernt oder leichter vollziehen kann.
00:19:58: Am Anfang wollen die Leute sich alle hinsetzen und meditieren und stellen sich das vor, dass es so toll ist im Stellenfest.
00:20:02: Es ist eigentlich wahnsinnig schwer.
00:20:04: Genau!
00:20:05: Also das war der erste Moment im Nachhinein.
00:20:07: ich konnte das ganz lange nicht erklären wollte es auch nicht was da passiert ist.
00:20:11: Es war so der erste Klickmoment.
00:20:16: Da ist was, was heute würde ich sagen.
00:20:20: Was mein inneren Kompass für einen kurzen Moment wieder auf die richtige Richtung gestellt hat.
00:20:26: und auch heute würde Ich es so formulieren.
00:20:30: Ich gespürt habe für die Antworten, die man selbst sucht oder wenn ich bei mir bleibe, die ich selbst suche.
00:20:37: Die sind alle in mir Und ich hatte keinen Zugang mehr dazu.
00:20:43: Ich glaube dass das mittlerweile eigentlich in der Gesellschaft wahnsinnig verbreitet ist.
00:20:48: Je älter du wirst, desto mehr kommst du erst in die Phase wo du dich aus dem Netz deiner Eltern löst.
00:20:56: erstmal gesellschaftlich löst du dich dann löst Du Dich auch auf finanzieller Basis.
00:21:03: das Sicherheitsnetz wird immer dünner.
00:21:05: irgendwann es ist ganz weg.
00:21:06: Dann nernst du vielleicht ein Partner kennen und übernimmst Verantwortung für die andere Seite.
00:21:14: Du bekommst vielleicht Kinder, hast noch mehr Verantwortung.
00:21:17: Du baust vielleicht ein Haus oder auf jeden Fall die finanzielle... Ich stelle das mal an den Vordergrund.
00:21:24: Verantwortung wird immer größer und so bewegst du dich ganz langsam von deinem Bauch und deinem Herzen wo ich als Kind, als Jugendlicher und jungler Erwachsener immer wusste meine Intuition ist richtig gut aber das schiebst du alles nach oben und tschuck bist hier oben drin und fängst an dir Fragen zu stellen nur du keine Antworten mehr darauf findest weil der Zugang für mich ... zu mir selbst einfach weg war.
00:21:45: Und dort, ich konnte das nicht beschreiben,... ...ich war unbewusst bewusst wie man so schön sagt... ...aber ich habe gespürt, dass ist die Richtung und bin dann tatsächlich zurück,... ...hab versucht danach, so viel wie möglich Yoga auf einem so hohen Level,... ...Ich hab das Glück gehabt, auf dem sehr hohenden Level einzusteigen,... ...weiterzumachen was in der Stadt, in der ich lebe, in Wiesbaden, na Frankfurt,... ...nicht gut möglich war.
00:22:11: und habe aber trotzdem irgendwie so mein Weg gemacht, bin dann weiter auf Retreats gefahren um...
00:22:17: Aber du hast immer noch trotzdem im Vertrieb gearbeitet.
00:22:21: Es war eigentlich so langsam das Einschwingen, aber du warst immer noch in dieser Bubble gefangen?
00:22:28: Genau also das war für mich auch da.
00:22:32: ich hab das noch nicht hinterfragt.
00:22:34: wenn ich heute drüber nachdenke würde ich sagen es ist so gewesen dass sich wahrscheinlich gedacht habe, okay das ist es jetzt.
00:22:40: Du hast jetzt da eine Methodik, einen Tool gefunden...
00:22:43: Ein Ausgleich wo du dich immer wieder regulieren kannst oder ich kann so mein Leben weiter leben?
00:22:49: Genau!
00:22:50: Es hat auf jeden Fall, du musst auch mal dieser Ebene bei diesen Startups man muss sich das so vorstellen viele Apps die heute auf deinem Handy sind Unternehmen, für die ich in frühen Tagen gearbeitet habe bevor sie ganz groß geworden sind.
00:23:04: Also auch auf dieser Ebene bestehen zu können das ist eine Highland-Fire-Kultur.
00:23:11: also hundertzwanzig Prozent reichen nicht.
00:23:13: Reichen nicht!
00:23:14: Die Arbeitsstunden habe ich nie in der Woche gezählt weil ich wusste wenn ich anfangen sehe zu zählen werde ich was verändern.
00:23:20: und als sich diesen Ausgleich wie du es genannt hast gefunden habe war so bisschen die Bereitschaft auf hundert und achtzig Prozent zu gehen, da habe ich gemerkt das ist ein bisschen weniger.
00:23:31: Ich bin dann Personalverantwortung noch mehr übernommen und dann bist du sowieso so ein bisschen raus aus diesem maximalen Peak oben.
00:23:40: es hat mich verändert was mit Menschenführungen angeht total.
00:23:45: Es hat mein ethischen Kompass gerade gerückt, gerade wenn es darum ging eben diese Menschen gehen zu lassen ziehen zu lassen andere zu unterstützen mehr Verantwortung zu übernehmen.
00:23:54: Aber das war für mich um auf die Frage zurückzukommen wirklich so die Methodik.
00:23:56: okay damit schaffst du's Das jetzt so weiter zu machen.
00:24:00: Und ich muss auch ganz klar sagen, ab jetzt wenn sich der Weg noch krasser verändert.
00:24:04: das ist keine Blaupause um Aussteiger zu produzieren.
00:24:08: Ich arbeite ja auch mit Unternehmen heute zusammen und helfe Topführungskräften eine spirituelle Praxis zu bekommen.
00:24:14: und da geht es tatsächlich um diesen Kompass also den inneren Kompars und die eigene Ethik und der Business-Ethik übereinanderzulegen.
00:24:20: und ich glaube fest daran dass es auch gut ist genau so in diesem System weiterzumachen.
00:24:27: Und es ist erträglicher für sich selbst und für die Menschen, um dich herum zu machen.
00:24:30: Es geht nicht darum, Aussteiger zu produzieren.
00:24:32: Das muss ich ganz klar als Disklemer hier dazu sagen.
00:24:35: Mein Weg war dann letztendlich aber anders
00:24:36: bestimmt.
00:24:40: Ja also...
00:24:42: Ein ganz normaler Typ!
00:24:43: Ich will's einfach nochmal sagen.
00:24:46: Genau, ein ganz normalter Typ.
00:24:47: Also gibt's eigentlich viel zu erzählen?
00:24:49: Ein paar nicht, weil die Story geht ja noch weiter.
00:24:52: Also du hast das so praktiziert?
00:24:54: Du hast es einfließen lassen in einen Alltag.
00:24:57: Das hat dir bereits dann eine gewisse Stabilität, eine Ausgeglichenheit geführt.
00:25:02: Wann kommt der Peak wo du gesagt hast jetzt geht gar nichts mehr!
00:25:05: Jetzt muss ich raus.
00:25:08: Ich glaube ein Dreivierteljahr später ist mein Vater sehr krank geworden und er ist schon sehr alt und das war in Ordnung.
00:25:18: Also wir haben dann tatsächlich auch an einem gewissen Punkt, zwar der Sommer danach wenn ich das Richtige in Erinnerung habe.
00:25:25: Er war dann schon wieder in Reha gewesen und unser Sommerurlaub stand an Und wir haben so ein bisschen das letzte Gespräch geführt.
00:25:34: Es waren für uns beide fein.
00:25:36: Wir haben uns gesagt wie sehr wir uns lieben.
00:25:41: Ich hab ihm gesagt die dankbar.
00:25:42: ich bin für den Weg Den er mir eröffnet hat Die Wand jetzt Kindheit.
00:25:47: Er hat dann zu mir gesagt und sagt immer, boop.
00:25:50: Du fährst jetzt mal einen Urlaub?
00:25:52: Das ist in Ordnung!
00:25:53: Und wir sind auch nicht weit weg gewesen... du kannst doch Kind viermal am Tag im Flieger.
00:25:59: also ich wäre innerhalb eines halben Tages Zuhause gewesen wenn irgendwas passiert wäre.
00:26:03: aber es war so alles okay hätte es hätte er hätte gehen können war für uns beide in Ordnungen.
00:26:11: Wir sind nur Urlaub gefahren Die Kinder haben.
00:26:17: Wir sind keine Kinderhotelgänger, das ist kein Urlaub für uns.
00:26:21: Aber irgendwie dort, es gab, bei Empfehlungen gab's so ein Hotel die wunderbare Kinderbetreuung haben und wir haben unseren Kindern freigestellt sich das anzugucken belieben.
00:26:31: sonst dienten den Urlaub als Team zu fünft.
00:26:34: aber da war es irgendwie so dass alle super fanden und Jana und ich, wir saßen tatsächlich die tiersten Tage dieses Urlaubs jeden Morgen alleine am Strand Nach dem Frühstück, die Kinder waren total happy und weg.
00:26:48: Und wir hatten Zeit für uns.
00:26:49: Wir waren null darauf vorbereitet, Zeit nur für uns zu haben weil wir so unser Programm jetzt machen wir das und gucken das an und dann gehen wir morgens schwimmen usw.
00:27:00: Ich saß da tatsächlich am Meer und die ersten drei Tage ich habe eigentlich jeden Morgen wieder nur geheult.
00:27:05: Weil es so krass war, verabschiedest im Prinzip deinen Vater und fährste an den Urlaub Und mit der Tochter, also um das zu lüften.
00:27:15: Sie hat Diabetes damals bekommen und es ist... man kann hervorragend mit Diabetes leben.
00:27:22: Man muss Ernährungsexperte werden als erwachsene Person.
00:27:27: Kann man sich disziplinieren aber einem Kind zu sagen, pass auf du kannst zwar alles essen und machen, komm mal aber da musst du dann vorher das machen und vorher dass machen und das machen.
00:27:37: Dann werden sie noch kennen, was nicht nur Essen ist, sondern auch Stimmungsschwankungen.
00:27:42: und erklär das mal einem achtjährigen Kind.
00:27:45: Und ich habe für die ersten drei Tage nur dort am Wasser gesessen und geheult, nicht dass ich die ganze Zeit heule aber ich liebe es das wieder entdeckt zu haben.
00:27:53: Ich kann jetzt jedem Mann nur raten, entdecke das... Schön,
00:27:56: dass du das hier im Podcast erwähntest!
00:27:58: Ganz wichtig ja?
00:28:01: Und ich weiß noch eines der Gespräche, eines der Enden einer dieser Gespräche war Pass auf Wir sind jetzt eigentlich statistisch durch.
00:28:12: Die nächsten zehn Jahre gibt es bei uns keine Einschläge mehr und wir beide das schön abgenickt und uns dessen gefreut, dass der Tochter läuft.
00:28:24: ein Vater das hat irgendwie gut geklappt und das wird würdevoll sein.
00:28:29: und ich bin mir nicht mehr sicher wie viele Tage später fünf sechs Tage später kippt meine Frau im Urlaub um.
00:28:41: Wir haben drei Tage gedacht es war ein Sonnenstich und das hat sich herausgestellt, dass ist ein relativ großer und schwerwiegender Hirntumor.
00:28:56: Auf einer fremden Insel in einem fremd land.
00:29:00: wir hatten viel glück um uns rum befreundetes Pärchen.
00:29:05: eine meiner besten Freunde ist Arzt.
00:29:07: der war mit uns dort.
00:29:10: Ich habe dort auch Yoga praktiziert, hab die Yoga-Lehrerin dort kennengelernt.
00:29:15: Deren Mann, die Majorkinische Arzt... Nachhinein war das alles
00:29:22: geführt?
00:29:24: Irgendwie dann in diesem Unglück geführt.
00:29:27: Die Kinder wurde aufgepasst und wir haben das mit den Kliniken auf der Insel irgendwie gut regeln können ... durch den Arzt, der dann vorweg so ein paar Sachen geregelt hat.
00:29:39: Es ist trotzdem von der Infrastruktur her unglaublich krass.
00:29:41: Das dauert eine Stunde bis da ein Rettungswagen da ist.
00:29:44: Ach das!
00:29:47: Ja und dann bist du dann dort... Ich spreche keinen Spanisch.
00:29:52: Meine Frau tut's.
00:29:55: Du bist in der Notaufnahme und da kommt ne junge Ärztin mitten in der Nacht zwar glaube ich drei Uhr morgens die mit gebrochenem Englisch uns sichtlich berührt das nicht tun zu wollen, also das jetzt auszusprechen.
00:30:09: Und sie hat es so sanft und kryptig wie nur möglich getan... Ich verstehe das nicht!
00:30:17: Also ich kann das nicht, ich höre die Worte aber du bist so unkonkret sei konkreter Ja und Das war dann eigentlich so der Hammer Der dann halt einfach rein statistisch gesehen für uns nicht denkbar gewesen wäre Aber dann tatsächlich einfach passiert ist.
00:30:35: Und war dann vierzehn Tage, in denen ich nicht wusste ob ich jetzt demnächst alleine ziehend mit drei kleinen Kindern bin.
00:30:45: Inzwischen... Ich glaube fünf und acht waren die damals.
00:30:50: Die drei.
00:30:53: Kommt das hin?
00:30:53: Ja wahrscheinlich.
00:30:57: Das war heftig!
00:30:59: Wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht schon Yoga gehabt hätte, wenn ich heute drüber nachdenke sehr früh im Stadium noch Ich hätte das natürlich auch überlebt, aber das war so der Punkt wo ich gemerkt habe.
00:31:11: Du hast echt eine Praxis dir angeeignet in dieser Zeit die mich jeden Tag balanciert und du bist ein bisschen am Schlawittchen aus dem Loch zieht und dass du jeden Morgen fällst und du schläfst nicht besonders gut und du wirst wach.
00:31:30: und der erste Gedanke ist Dsch, jeder der Hammer vor den Kopf.
00:31:34: Das ist jetzt die Realität.
00:31:36: Die sieht so aus.
00:31:38: Da drüben im Zimmer hast du drei Kinder, die du bei Laune halten musst... ...die Kleine noch so klein, dass sie an ihrer Mutter klebt und auf der anderen Seite hast du eine Partnerin, die so weit weg von normal funktionieren ist.
00:31:59: Da findet man kaum Worte.
00:32:02: Auch noch mal ein herzliches Dankeschön an die ... ... die Yoga-Lehrerin, die damals in diesem Hotel unterrichtet hat.
00:32:08: Wir haben am Tag zwei schon irgendwie connected und sie hat mich dann auch irgendwann beim Frühstück morgens abgepasst und gesagt, du warst jetzt zweitag nicht im Yoga.
00:32:18: was ist los?
00:32:19: Und dann habe ich ihr das halt eher erzählt.
00:32:24: Sie hat mich jeden Morgen auf dem Weg in die Klinik, es war so eine dreiviertel Stunde Fahrt von dem Hotel.
00:32:30: Jeden Morgen hat sie mich gecoached im Auto, weil es einfach nicht anders machbar ist.
00:32:39: Long story short – auch meiner Frau geht's heute wieder gut.
00:32:46: Es ist eine neue Normalität muss man sagen.
00:32:52: um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen wie ist das dann weitergegangen?
00:32:59: Also meine Firma war super coolant, die haben mich freigestellt.
00:33:02: Ich habe angerufen nachts noch und gesagt zu meinem Chef du ich komme aus dem Urlaub vier Wochen später... ...ich glaube ich brauche vier Wochen und sagt da was ist los?
00:33:08: Und so das und das und sagt ja du!
00:33:10: Das war am August... ...ruf mich um Weihnachten rum mal an.
00:33:14: Ach klar, okay.
00:33:15: Ja ja und letztendlich war ich sieben Monate... ...war ich Zuhause und habe versucht, neue Normalität herzustellen.
00:33:27: Und es hat auch so sieben Monate gedauert bis meine Frau wieder in der Lage war komplett am Alltag mit teilzunehmen und dass ich die Chance hatte, wieder bearbeiten zu gehen.
00:33:38: Man musste ja Geld verdienen!
00:33:42: Ich bin dann zurückgegangen an den Job und habe festgestellt... Ich habe die Firma verlassen an einem Punkt, wo wir sie extrem verkleinert und verschlankt haben mit riesen Baustellen.
00:33:52: Also ich vergleiche das immer so ein bisschen wie mit einem Kater wenn du hast eine Riesenparty stellst fest die Party ist vorbei Du musst aufräumen und hinter dem Aufräumen kommt dann irgendwann der Kater hervor.
00:34:03: Und so waren mir dann auch in diesen sieben Monaten.
00:34:08: Die ersten zwei Wochen waren einfach hart weil ich so gedacht hab Leute was habt ihr eigentlich die letzten sieben Monate gemacht?
00:34:12: es kann doch nicht sein Und habe ich festgestellt, dass einfach grundsätzlich meine Business-Ethik einfach nicht mehr mit dem zusammengeht.
00:34:24: Oder meine Nicht-Business Ethik.
00:34:25: Meine eigene Ethik mit der was du im Job irgendwie so an den Tag liegen musst.
00:34:31: Da war grundsätzliche Diskrepanz.
00:34:36: Bin teilweise auch Toxic geworden für das Unternehmen und dann hatten wir eine... Aber willentlich, also nicht unwillig.
00:34:44: Sondern weil ich halt einfach die Leute auch wachritteln wollte und sagen würde, das ist nett dass ihr jetzt sieben Monate hier euch mit irgendwas beschäftigt habt.
00:34:53: aber ja Ich hatte mit dem CEO damals dann die Vereinbarung, dass wir uns mittelfristig trennen.
00:35:01: Es stand an, dass wird das Unternehmen verkaufen.
00:35:02: Wir haben es dann auch.
00:35:03: ein sehr großes internationales Unternehmen verkauft.
00:35:08: War noch mal schön dabei zu sein Weil es nochmal beruflich so Wenn du dabei sein darfst, wenn so ein Unternehmen gepitzt wird und das ist schon besonders.
00:35:18: Hat mir auch viel Erfahrung noch mal gebracht.
00:35:21: aber es war klar... ...wenn das vorbei ist dann trennen wir uns.
00:35:25: Und dann habe ich erst einmal ja nichts gemacht.
00:35:28: Habe aber währenddessen schon gesagt ich mache eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer weil ich gemerkt habe durch diese Situation mit meiner Frau dass.. Ich wusste vorher schon es gibt Toolsets die man besser erklären muss, wenn du sie nutzen willst.
00:35:43: Also Stichwort Energiearbeit ohne das jetzt näher zu erklären.
00:35:47: aber ich wollte verstehen... Wenn ich in eine Klasse gehe dann reguliere ich mich!
00:35:52: Wenn ich selbst übe, reguliere Ich mich.
00:35:54: Aber ich kannte die Mechanik da hinten dran.
00:35:56: Die Wissenschaft also Yoga ist ne wissenschaftende Jahrtausende alte Wissenschaft.
00:36:01: ich kante die die Mechanic hinter dieser Wissenschaft nicht und wollte es mehr verstehen.
00:36:04: deswegen hatte ich mich in der Zwischenzeit entschieden eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer zu machen, die so ein bisschen parallel auch lief zu dem Ausstieg von dem Berufsleben.
00:36:13: Und habe dann tatsächlich ein Jahr lang hinten dran nur Yoga unterrichtet in drei verschiedenen Studios hier in Wiesbaden und einfach auch wirklich mal gesagt habe ich will jetzt nichts mit dem anderen zu tun haben und hab festgestellt dass wenn man das versteht wie es funktioniert Man kann es industrialisieren, also man kann es anwenden für sich selbst.
00:36:42: Ich habe mit meiner Frau damals auch viel geübt und das Thema Atmung... Das Thema Meditation hat sie in eine Situation gebracht, dass sie... Sie hatte das Glück, dass die keine... Wie sagt man?
00:36:58: Neurologisch unterscheiden?
00:36:59: Neurologisch keine Spätfolgen!
00:37:01: Was ein absolutes Wunder ist von dem was sie dort durchgemacht hat Psychologisch gesehen haben wir sehr viel mit Yoga gearbeitet.
00:37:11: Also natürlich hat sie entsprechende Spezialisten aufgesucht, aber da ist letztendlich nichts bei rumgekommen.
00:37:19: also fand ich auch total faszinierend Wir haben uns das immer angeguckt besprochen was diese spezialisten Psycho-Onkologen nennen die sich ja letztendlingst erst mal lernen musste was es eigentlich ist.
00:37:32: Am Ende geht's nur darum die sollen dir helfen anderen und vielleicht auch weniger komplizierten Mechanismen zu akzeptieren.
00:37:40: Punkt, also das ist akzeptiert ja.
00:37:42: Du
00:37:43: hast
00:37:43: keine andere Chance als es zu akzipieren.
00:37:46: Und wir haben uns dann da so ein Stück weit rausgezogen und haben sehr stark an der Yoga Praxis gearbeitet und ich glaube dass heute gerade das Thema Atmung und Meditation oder sie sagt es selbst, ich glaube ich weiß es ihr geholfen haben Resilienz aufzubauen, Resilienz zu stärken.
00:38:05: Die Situation zu akzeptieren die nach wie vor spannend ist.
00:38:09: denn das was sie hat es nicht heilbar.
00:38:10: also es wird wieder kommen.
00:38:13: Es ist nicht so wie bei Körperkrebs dass du nach fünf Jahren was ich sowieso auch für ne Fass halte wenn's fünf Jahre nicht da bist bis du geheilt am sechsten Jahr ein Pech gehabt.
00:38:24: Also das was Sie hatte Das wird wiederkommen, was auch einfach einem Psychologisch gesehen ein wahnsinnig interessantes Experiment ist.
00:38:34: Normalerweise weißt du nicht woran du stirbst und du weißt auch nicht wann.
00:38:38: Und jetzt kriegst du auf einmal gesagt das wird mit An Sicherheit grenzen der Wahrscheinlichkeit der Grund sein warum du stirbst.
00:38:47: Das sind so interessante Psycho-Experimente die du dann halt versuchst irgendwie in Akzeptanz umzuwandeln.
00:38:53: Also akzeptier es einfach.
00:38:58: Genau, ich passiere hier mal weil es ist ein Haufen Stoff.
00:39:01: Eben!
00:39:01: Ich will's einfach nochmals erwähnen... ...ein ganz normaler Typ.
00:39:06: Ich vergesse den Moment wirklich nie mehr lieber Holger wo du gesagt hast... Du hast mich ja gefragt hey wer bist du?
00:39:13: Was machst du?
00:39:13: Und dann habe ich gesagt so erzählen wir von dir.
00:39:16: Ah ich bin ganzen normaler Typ.
00:39:17: und dann kommst du genau wie jetzt mit dieser Geschichte und ich weiß ich saß mit Tränen in den Augen am Tisch.
00:39:25: hab die Patrizia noch angeschaut Ein ganz normaler Typ sagt sie, ja genau.
00:39:32: Das ist crazy wirklich!
00:39:35: Also einfach so der Weg von High Level materiell noch mehr hoch schneller weiter.
00:39:48: und was du da für einen Switch geschafft hast, ich finde das großartig.
00:39:57: Ja ich glaube warum ich das damals gesagt habe Gleichteile das.
00:40:03: Aber ich möchte auch jetzt in der Gruppe nicht... ...das beherrschende Thema sein, weil es hat schon viel mit Leid zu tun.
00:40:09: Also interessante Seideffekt von dieser Situation ist dass sich unsere Freundeslandschaft ein bisschen verändert hat.
00:40:19: Gab tatsächlich Menschen die dann natürlich als sie's gehört haben mal gefragt haben wie gehts und dann eigentlich sich nie wieder gemeldet haben.
00:40:28: Ich kann nur die Theorie aufbauen Für die Menschen ist es schwierig, sich mit so einem Thema auseinanderzusetzen.
00:40:33: Weil das auch die eigene Vergänglichkeit in den Vordergrund rückt.
00:40:37: Andere Menschen, das werde ich auch nie vergessen, kriege ich jetzt gleich drinnen in die Augen... Die haben uns in den ersten Tagen nachdem sie wieder aus dem Krankenhaus zurück... Nee, ist gar nicht wahr!
00:40:46: Als ich dann zu Hause alleine war, die haben uns über die ersten Tage und Wochen Essen vor die Tür gestellt.
00:40:53: Das sind eben die richtigen Menschen.
00:40:56: Wo ich
00:40:56: einfach nur so dachte, das ist echt krass gekriegt.
00:40:59: Gerade wie du totale Gänsehaut.
00:41:00: Jeder hat Hilfe angeboten und man fragt mich, nee, brauche ich nicht?
00:41:03: Dann musste ich selbst auch... irgendwann habe ich dann gemerkt, scheiße!
00:41:05: Ich brauch jetzt Hilfe.
00:41:06: Entschuldigung.
00:41:07: Ich brauche jetzt Hilfe und dann muss man auch sein Stolz überwinden zu sagen, du hast doch damals Hilfe an geboten.
00:41:12: Darf ich darauf zurückkommen?
00:41:15: Und ich glaube dass es Dieses ganz normaler Typ, ich wollte einfach an diesem Abend und auch in anderen Situationen.
00:41:21: Das ist kein Mittelpunktthema!
00:41:23: Ich teile das sehr gerne wenn da jemand von partizipiert.
00:41:25: aber es ist keine Geschichte die du abends in so einer netten Runde raushaust.
00:41:31: und der andere Punkt ist dieses was ich vorhin beschrieben habe Du gehst nach oben in den Kopf Und für mich ist der Weg gerade durch die Yoga Praxis wieder zurück ins Herz sondern in den Bauch zu kommen.
00:41:45: Und das gepaart damit, dass du in so einer Situation wirklich lernst einen Schritt nach dem anderen.
00:41:52: Die Probleme vor dir sind riesig oder wie ist es damals?
00:41:56: Ich glaube es ist Momo gewesen mit diesen Zeitdieben die gesagt haben ein Besenstrich nach den Anderen.
00:42:04: Du hast einfach keine andere Chance und dann wirst du langsam innerlich angenehm langsam Klar, du priorisierst natürlich die Sachen, die vor dir liegen.
00:42:16: Aber du bist in einem ganz einfachen Rhythmus ein Schritt nach den anderen wenn sich die Situation ändert.
00:42:23: Du guckst ihr sie wieder an aber hast trotzdem keine andere Chance als einen Schritt nach dem anderen zu gehen.
00:42:28: es wird sehr langsam das Leben Es wird von einem solchen radius wird das leben sehr klein der radios wird immer kleiner um dich rum und dass Das normalisiert sich.
00:42:40: Ich glaube, um auf diesen Begriff noch ein bisschen rumzureiten ist normalisiert es sich alles so ein bisschen dieses Gefühl höher schneller weiter.
00:42:47: und jetzt muss ich das noch optimieren.
00:42:50: die Kinder müssen Sport machen am besten Zweichbordarten die müssen Instrument lernen die müssen in der Schule perfekt sein Jetzt müssen sie auch diese Schule bei uns in unserem Bundesland hat sich das verändert.
00:43:00: wie man auf eine weiterführende Schule kommt wird gelost das heißt aus einem riesen Stress und die Eltern machen sich wahnsinnig weil Optimiert.
00:43:06: machen wir es so, dann kommt das Kind halt nicht auf die Schule, die du dir ausgesucht hast.
00:43:10: Aus dem Witt trotzdem was?
00:43:12: und Du bist so krass im Außen und hast einen Riesenradius, sondern willst du das noch optimieren?
00:43:18: Dann siehst du auf deiner App hier dein Fahrrad-Buddy fährt die Strecke dreimal schneller, dann gehst du da noch trainieren und Hey!
00:43:27: Wir müssen doch die Leute mal wieder treffen.
00:43:29: Warum willst du die treffen?
00:43:30: Ihr trefft euch nur um euch zusammen zu betrinken kann auch nett sein aber Du merkst, wie dieser Radius gezwungenermaßen einfach immer kleiner wird und du gehst einfach einen Schritt nach dem anderen.
00:43:44: Das ist das was ich meinte.
00:43:46: es normalisiert sich Und du begreifst einfach Was wirklich wichtig ist.
00:43:54: will ich dass jetzt machen?
00:43:55: will Ich mich mit diesen Menschen treffen?
00:43:56: will ich dieses Problem beackern oder?
00:44:00: Es ist traurig aber war aber es ist ja sehr oft so bei allen menschen war bei mir ja auch so, also auch jeden, den ich kenne.
00:44:08: Es muss ja immer im Außen etwas Dramatisches passieren damit man in die Veränderung kommt und eben mal diesen großen Radius wo du jetzt eben so schön beschrieben hast wirklich kleiner zu machen um zu sehen, was ist wirklich relevant?
00:44:29: Was brauche ich wirklich in meinem
00:44:32: Leben?".
00:44:33: Ich möchte noch kurz darauf eingehen.
00:44:34: Du hast vorhin gesagt es ist jetzt nicht das wo man bei einem so netten Abend erzählt.
00:44:40: doch wieso nicht?
00:44:42: weil ich komme mit einem ganz anderen Ansatz.
00:44:45: Ich habe für mich gelernt und das ist je nachdem für das Außen auch schwierig.
00:44:51: aber Wenn ich dich zum Beispiel frage, hey Holger wie geht es dir?
00:44:57: Ob ich dich kenne oder nicht.
00:44:58: Egal!
00:44:59: Dann will ich deine Geschichte hören weil dann nehme ich mir die Zeit egal Ich weiß ja nicht was da auf mich zukommt so wie du Was für eine Geschichte da plötzlich auftacht.
00:45:10: aber dann nehme wir die Zeit Weil ich habe das gelernt in den letzten paar Jahren wenn ich entweder nicht fake bin weil ich selber zu viel habe oder die Zeit gar nicht habe, einem Menschen die Frage zu stellen wie geht es dir?
00:45:26: Dann frage ich sie auch nicht.
00:45:29: Weil ich finde das so etwas doofes.
00:45:30: mittlerweile bin auch die... Ich kann nach sechs Monaten, nach zwölf Monaten mit einem Menschen Kontakt treten.
00:45:37: wenn's mich nicht interessiert dann frag' ich den Menschen nicht Wie geht es ihr?
00:45:42: Dann stelle ich diese Frage gar nicht.
00:45:45: und darum glaube ich wir sind aktuell in einer Zeit Wenn die richtigen Menschen zusammenkommen, doch dann dürfen genau solche Geschichten Platz haben.
00:45:57: Und es hat ja nichts mit Bemitleidung zu tun.
00:46:02: aber das inspiriert mega fest andere Menschen wenn man so einen Weg sieht.
00:46:08: und genau darum wollte ich dich in meinem Podcast weil ich gefunden habe von normalen Typ Nein!
00:46:15: Deine Geschichte muss und darf gehört werden, weil man hat immer das Gefühl, ah, es ist too much.
00:46:23: Das ist zu viel!
00:46:25: Ich überfahre die Menschen mit so einer
00:46:27: Geschichte.".
00:46:28: Nein!
00:46:29: Darum habe ich gesagt, Holger, ich will dich in meinem Podcast.
00:46:33: Ich finde das eine inspirierende Geschichte und du hast so vieles auf den Punkt gebracht Weil die Welt ja aktuell so läuft in unserer Gesellschaft schneller, besser höher.
00:46:48: Noch ein Abschluss noch einen Abschluss einfach das eben dass man die die du hast es vorhin auch gesagt sich selbst irgendwann komplett verliert.
00:46:58: Ich meine ich war jetzt drei Wochen in Kreta.
00:47:00: ich habe mir meinem Leben schon lange nicht mehr so viel geweint wie in Kreto Auch weil ich eben das erste mal wieder bei mir In meiner Energie.
00:47:12: Ich war auch mehrere Tage von Social Media weg, ich hatte am Tag die ganze Zeit das Handy ausgeschaltet.
00:47:24: Wir wollen uns nicht verletzlich zeigen.
00:47:31: Das wird uns abtrainiert in der Gesellschaft, wir müssen uns einen Schutzpanzer aufbauen.
00:47:38: bei den Männern ist es noch schlimmer als bei den Frauen.
00:47:40: du musst stark sein, du musst funktionieren Du bist der Ernährer, du muss die Familie über.
00:47:47: Ja einfach wie sagt man?
00:47:50: Mir fällt gerade das Wort
00:47:52: Du musst dir ernähren.
00:47:54: Ja genau, du bist der Ernährer und musst sie über die Runde bringen.
00:47:57: Ja genau das hat mir Gefahr!
00:47:58: Du musst Sie über die runde bringen als Mann sowieso Und man darf sich nicht verletzlich zeigen eben die Hilfe annehmen.
00:48:05: Ich wäre glaubt mir ich wäre in Kreta Am Arsch gewesen hätte ich nicht die Hilfe im Außen angenommen, sei das von fremden Menschen.
00:48:15: Die in dem Moment mir den Halt gegeben haben aber auch vom Umfeld weil ich wie du da zumal auch hingestanden bist und gesagt hast okay ich habe zwar versucht irgendwie alles selber zu managen es geht nicht.
00:48:28: Ich brauche jetzt von außen die Unterstützung Und das ist für mich wahre Stärke und nicht alles selber irgendwie im Hamsterrad irgendwie zu engagieren, dass es irgendwie funktioniert.
00:48:41: Das ist nicht die Lösung glaube ich ganz fest.
00:48:48: Ich bin überwältigt, ich höre deine Geschichte so gerne und ich hoffe ganz fest, dass du irgendwann ein Buch über deine Geschichte schreibst!
00:49:00: Lieber Holger, wir sind schon bereit am Schluss angekommen.
00:49:04: Ich übergebe dir das Schlusswort was möchtest du denn Zuhörerin und Zuhöhrer mit auf den Weg geben?
00:49:15: Also wenn es eine Sache gibt die ich gerne bei anderen Menschen anregen möchte dann ist es dass du vielleicht anfängst die ein oder andere Sache in deinem Leben zu hinterfragen bewusst zu hinter fragen unbewusst hast du das garantiert schon gemacht Und an die eine oder andere Stelle einfach bewusst mal ein Fragezeichen zu setzen.
00:49:36: Ich denke, das ist schon viel aber es ist auch nicht besonders schwer und wenn dieses Fragezeichend das erste Gesetz ist dann die Zeit zu nehmen wie jetzt ich beschrieben habe oder du beschrieben hast mit diesem Fragezeiche mal kurz zu sitzen also sich zu beschäftigen in kleinen Dosen.
00:49:57: Das kann mal morgens bei einem Kaffee sein oder dann irgendwann automatisch wird es länger.
00:50:05: Soweit ich weiß, noch nie was Schlechtes dabei rausgekommen.
00:50:11: Das finde ich ganz ein wichtiger Punkt wo du gesagt hast und auch sich da den Druck nicht zu setzen.
00:50:18: Ich muss jetzt drei Stunden für mich alleine hinsetzen das das so schön erklärt langsam anfangen und irgendwann geht's dann eben immer länger wie bei mir dann fast drei Wochen.
00:50:30: Kennst du das Buch Big Five for Life?
00:50:34: Ja, es steht glaube ich sogar im Bücherregal und ich habe es gelehrt.
00:50:39: Ich glaube schon!
00:50:41: Es geht ja am Schluss vom Buch Big five for life darum wie sieht ein Museum aus?
00:50:47: also was willst Du erreichen bevor Du Mutter Erde verlässt?
00:50:53: durch welches Museum willst Du durchlaufen?
00:50:59: Das möchte ich zum Abschluss dir noch stellen.
00:51:02: Wie soll dein Museum aussehen?
00:51:06: Ganz klein, also ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen wo ich nichts Großes der Welt hinterlassen muss.
00:51:22: Ich glaube ganz klassisch geantwortet dass meine Kinder ein Toolset bekommen um zu verstehen wie sie gut durchs Leben gehen können ... wenn man das dort anschauen kann, dann ... ... dann reicht es.
00:51:41: Also ich brauche keinen... Ich brauche keine ... ... Statue von mir selbst oder ... ... Memoare wo drinsteht er hat, dass das nicht gemacht ist, sondern ... ... ich glaube, wenn die wissen nachher ... ... die große Frage vererbst du deinen Kindern was?
00:51:56: Oder nicht?
00:51:58: Ich bin der Meinung am besten nicht!
00:52:00: Also materielles.
00:52:03: Sondern eher dann,... ...dass man in diesem Museum sieht okay,... ...die haben ein gutes Wertesystem Und mit diesem Wertesystem werden Sie ihr Leben sehr gut beschreiten können.
00:52:17: Wenn man das dort angucken kann, dann wäre es super.
00:52:20: Mega!
00:52:21: Mega mega schön!
00:52:22: Lieber Holger noch einmal von Herzen wirklich Danke für deine Offenheit auch fürs Verletzlich zeigen und dein Appell an die Männer.
00:52:32: ich feiere dich wirklich für das.
00:52:34: Ich bin dankbar dass wir uns über den Weg gelaufen sind.
00:52:37: also vielen vielen Dank für deine Zeit.
00:52:40: Ich danke dir für die Einladung.
00:52:41: Sehr gerne!
00:52:43: Ja und wenn du das nächste Mal wieder dabei sein möchtest bei erhöhter Wahrnehmungsfilter Sinnesrausch, zwei Punkt Null dann freue ich mich, wenn du wieder einschaltest.
00:52:52: bis dahin eine gute Zeit hebt.
00:52:55: Sorg und bis bald Tschüss miteinander.
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