Episode #41 Trauer fühlen statt verdrängen – Der ganzheitliche Weg zurück ins Leben

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00:00:03: Hi und herzlich willkommen bei Erhöhter-Bahnnehmungsfilter Sinnesrausch, zwei Punkt Null.

00:00:10: Hier ist

00:00:11: deine Tanya und du hörst der Podcast für hochsensible Menschen!

00:00:17: Ich wünsche dir ganz viel

00:00:19: Spaß,

00:00:20: viele Ahamomente und vor allem dass du ganz viel für dich mitnehmen kannst.

00:00:35: Ja, wunderschöner guten Morgen und schön dass du wieder eingeschaltet hast bei erhöhter Wahrnehmungsfilter Sinnesrausch.

00:00:44: Ich freue mich ganz, ganz fest auf den heutigen Podcast mit der lieben Sandy Klaus.

00:00:50: Wir kennen uns noch nicht lange wir haben uns über Social Media kennengelernt aber Ihre Geschichte hat mich so berührt und inspiriert.

00:01:01: Und die, die mir ja schon lange folgen wissen ich liebe inspirierende Menschen.

00:01:07: und dann habe

00:01:07: ich

00:01:08: das Handy einfach gefragt Hast du Bock bei mir im Podcast zu sein?

00:01:12: Und sie hat gleich zugestimmt und gesagt Ja natürlich komme sehr gerne Du bist ja ganzheitliche Ernährungsberaterin und Trauerbegleiterin.

00:01:22: Und ich freue mich so, so fest – also vielen, vielen herzlichen Dank dass du heute da bist und dir die Zeit nimmst in meinem Podcast zu sein!

00:01:32: Ja, sehr gerne und ich freue mich auch.

00:01:34: Und ich habe mich sehr gefreut als du mich gefragt hast ob wir ein Podcast zusammen drehen wollen.

00:01:40: Da bin ich ja immer sehr offen für weil ich einfach Menschen mitnehmen möchte und einfach mal so ein paar Tabuthemen aufbrechen mag.

00:01:48: Da haben wir schon etwas gemeint, dass du Tabuthenen aufgereist und ich ja auch.

00:01:56: Sandy wenn du dich anhand von einem Tier beschreiben müsstest... Oha!

00:02:03: Was wäre das für ein Tier?

00:02:07: Ach, ich weiß.

00:02:07: Ich bin der Skorpion.

00:02:10: Ah, erzähl mal.

00:02:11: Wie kommst du auf den Skorpions?

00:02:13: Ja erstens bin ich Skorpionen

00:02:15: und zwei Gemeinsamkeiten.

00:02:18: Okay.

00:02:19: Und naja was ich jetzt halt in die letzten acht Jahren hingelegt habe nenne ich einfach Transformationen.

00:02:25: Der Skorpio steht ja für Tiefe, für Transformation, für Stürb- und Werte.

00:02:31: Also von daher würde ich jetzt mal sagen Skopion.

00:02:35: Wow, wir starten schon gleich sehr tief!

00:02:39: Ich liebe das.

00:02:40: ja.

00:02:42: Magst du uns einmal auf deine Reise mitnehmen?

00:02:45: Weil du sagst die letzten acht Jahren waren sehr transformativ wie ein neues Leben.

00:02:51: Nimm uns da doch mal ein bisschen in deine Geschichte mit.

00:02:55: Ja, sehr gerne.

00:02:56: Ich fange aber noch ein bisschen vor diesen acht Jahren an weil dass mit da reinpasst.

00:03:02: Also ich bin seit... ...zweitausend elf ganzheitliche Ernährungsgesundheitsberaterin und fand das Thema Ernährung, das hat mich immer irgendwie gepackt, fand ich total spannend.

00:03:13: Und dann habe ich irgendwie intuitiv oder nenn es Zufall Es fällt ihr zu was fällig ist Ganz viel gelesen über das Thema Krebs.

00:03:23: Das hat mich einfach gepackte.

00:03:24: Ich fand es total spannend und dachte okay eigentlich kann sich jeder Jeder selbst teilen, wenn er das möchte.

00:03:32: Und ich habe eben in der Naturheilkunde sehr viel gelesen und auch Workshops besucht.

00:03:37: und ja was soll ich sagen?

00:03:40: Ich hab ungefähr zehn Jahre lang darüber gelesen... ...und dann war es so dass mein Mann Krebs bekam Erhielt im Januar, die Diagnose und da brach dann erstmal meine Welt zusammen und auch seine und unsere alle Genau!

00:03:59: Dann habe ich gesagt, ist nicht so schlimm.

00:04:01: Ich weiß ja wie wir dir helfen können.

00:04:04: und dann sind wir diese Reise angetreten.

00:04:07: es war eine sehr sehr kurze Reise das waren nur vierenhalb Monate und dann verstab er und dann begann eine neue Reise für mich Und ich hab dann angefangen.

00:04:18: meine Trauer musste ich ja dann verarbeiten irgendwie also ich hatte krössere Schmerzen Also Herzschmerzen Ja, bin dann halt eben in diese Trauer reingekommen zusammen mit meinen Kindern.

00:04:32: Und hab angefangen YouTube-Videos darüber zu drehen und ... ja!

00:04:37: In diesen acht Jahren seitdem mein Mann jetzt fast acht Jahre tot am ersten Juni ist halt einfach so viel passiert.

00:04:44: Ich habe diesen Trauerprozess echt krass durchlebt aber es geht mir heute wieder gut.

00:04:53: Das nenne ich dann Transformation.

00:04:56: Manchmal kann ich das Wort auch schon nicht mehr hören weil es einfach auch so oft genutzt wird, aber ich weiß gar nicht wie ich's besser beschreiben soll.

00:05:03: Es hat mein Leben komplett

00:05:05: verändert.".

00:05:08: Wie war das für dich?

00:05:09: Weil du eben vorhin gesagt hast, ja, ich war mir sicher... Wenn du den richtigen Ansatz hast, jeder kann sich selbst heilen!

00:05:19: Ich hab mich ehrlich gesagt in dem Satz gerade wieder erkannt, weil ich das auch... Sorge, wie war das für dich als es eben nicht der Fall war?

00:05:31: Ja da war das zu mich erstmal dass ich dachte alles klar.

00:05:35: Ich kann jetzt eigentlich essen und trinken was ich will weil wir haben so gesund Zuhause gelebt.

00:05:41: Ich habe grüne Safte jeden Tag gemacht.

00:05:43: Wir haben Smoothies getrunken bei uns gab's wirklich ganz viel Gemüse auf dem Tisch.

00:05:48: Ich mache auch alles selbst sowas wie Humus und Aufstriche usw.

00:05:52: Und dann dacht sich bringt ja sowieso alles nichts.

00:05:56: Und dann haben wir ja auch diese Naturheilkunde.

00:05:59: Er hat täglich Infusionen bekommen von, weiß ich nicht, Vitamin C über Sauerstoff und so weiter also ganz viele Sachen.

00:06:09: Hat ja im Grunde alles nichts gebracht in Anführungsstrichen.

00:06:13: aber ich bin dann schnell wieder zurückgekommen weil ich dachte das ist was anderes.

00:06:20: es geht hier nicht um Ernährung sondern es geht einfach um seinen Weg.

00:06:25: Den hat er so gewählt, bin ich der Meinung.

00:06:27: Ich sag immer wir sind auf diese Welt gekommen und haben uns einfach vorher schon zusammen getan.

00:06:33: Und es ist ja nicht nur die Ernährung Es ist auch deine eigene Einstellung Möchte ich.

00:06:39: wie möchte ich meinen Weg gehen?

00:06:42: Nämlich diese Sache einfach an oder gehe ich in den Kampf?

00:06:48: Das ist mir dann aber erst nach dem Tod alles klar geworden.

00:06:52: Ja, klar.

00:06:54: Ich sage jetzt mal während dieser Phase es war eine sehr kurze Phase und du sagst Vierinhalb Monate habe ich dich

00:07:01: richtig verstanden.

00:07:02: Genau, genau.

00:07:03: Meine Vierundhalb Monaten das ist ja so eine kurze Zeit und doch finde ich es mega stark dass du das auch so sagen kannst.

00:07:13: Ich glaube das ja persönlich auch dass wir uns alle vorhin zusammengetan haben, alle Seelen.

00:07:24: Jeder hat so gesagt was er für ein Part übernimmt wenn er auf der Erde ist.

00:07:28: aber dass du das wirklich nach so einem Verlust auch so sehen kannst finde ich ja gut ab finde ich mega schön.

00:07:39: Ja danke aber weißt du das es auch so ein bisschen?

00:07:41: auf der einen Seite ist es für mich auch so dann kann ich so richtig beschreiben gerade, aber dann ist es für mich auch ein gutes Gefühl dass ich weiß okay wir haben alles abgesprochen und das war einfach so geplant.

00:07:58: Und klar findet man das an dem Moment auch wirklich ätzend und fragt sich warum und überhaupt warum ich?

00:08:07: Aber es ist dann einfach so ja ok wir haben es halt alle so ausgesucht und das ist der Weg und es gibt mir fehlt jetzt grad das Wort dafür, aber so ein Stück Sicherheit oder wieder ein Stück mehr Akzeptanz.

00:08:21: Ich glaube, es ist schon die Akzeptanz.

00:08:26: Mir geht's einfach so egal was mir ... Das kann ich bis jetzt sagen.

00:08:31: Ich weiß nicht, was ich mir noch alles vorgenommen habe aber seit ich einfach der tiefe Glaube habe und ich spüre das ja auch egal was mir widerfährt in diesem Leben, egal was um mich herum passiert, was sich für Situationen in mein Leben ziehe, ich gehe einfacher mit den Dingen um.

00:08:52: Ich merke einfach, mein Nervenkostüm beruhigt sich viel, viel schneller.

00:08:57: Weil ich mir... weil tief in mir drinnen spüre, dass es die Wahrheit ist, ich glaube ganz fest daran eben das wir uns all die Aufgaben vorgenommen haben.

00:09:11: Ich weiß nicht ob du das Buch kennst Das Märchen vom Tod?

00:09:14: Nee, das kenne ich nicht!

00:09:16: Ich finde das ein wunderschönes Buch.

00:09:18: Das habe ich für Kinder geschrieben, damit sie besser mit Tod umgehen können einfach weil du ja auch Trauerbegleiterin bist.

00:09:25: Ich hatte gerade jetzt im Umfeld so eine Situation wo eine liebe Bekannte ihre Schwester verloren hat und ich habe dann auch dieses Buch empfohlen und mein Mann guckte mich wie großen Augen an so mutig in so einer Situation zu einem Buch Wie sagt man zu empfehlen?

00:09:44: Dann habe ich gesagt, ja das ist mein Impuls und ich vertraue auf meine Impulse.

00:09:50: Und sie hat mir dann gesagt, Sie sei so dankbar dass sich hier diese Empfehlung gegeben haben für sie und die Kinder von ihrer Schwester weil es wirklich ein Kinderbuch ist und es ist so schön beschrieben.

00:10:06: Es geht euch darum, dass in diesem Buch die Seele nimmt dich auf die Reise mit schon lange vor der Inkarnation wie das Ganze abläuft Und wie das dann auf Mutter Erde läuft und was passiert, wenn du wieder zurückgehst.

00:10:22: Ihr habt es enorm geholfen mit dem unverhofften Tod für ihr junger Zwillingsschwester besser damit zurechtzukommen.

00:10:36: Ich glaube schon dass viele solche Dinge oder Ansätze uns helfen können anders in so einer Situation zu reagieren.

00:10:48: Wie alt waren überhaupt deine Kinder, als der Mann in dieser Phase war oder als die Diagnose kam?

00:10:55: Also erstmal finde ich das richtig gut dass du dir das Buch empfohlen hast weil da vielleicht kommen wir später nochmal drauf.

00:11:02: es ist einfach so hilfreich und es tut den Menschen wirklich gut wenn man einen anderen Ansatz hat als mein herzliches Beileid.

00:11:11: Das ist einfach so wichtig.

00:11:13: Und meine Kinder waren damals neun und dreizehn, also die Große war voll in der Pubertät und da bricht quasi ein Teil der Wurzel weg oder ein Teil des Fundamentes und die Kleine ja, die war halt noch Kind.

00:11:32: Ja, und die ist halt so durch die Trauerpfützen gesprungen.

00:11:36: Wenn du das jetzt zwar als Metaperspektive betrachtest... Rückblickend, wie waren diese vierenhalb Monate für dich?

00:11:45: Was hast du alles erlebt?

00:11:48: Also die erste Zeit bis... Ich glaube bis heute.

00:11:53: Heute ist der neunzwanzigste April.

00:11:57: Am neun zwanzigsten April ist mein Mann das erste Mal zusammengebrochen bei mir und von der Diagnose an, die war im Januar Bis April, also bis zu diesem Zusammenbruch ging es ihm richtig gut.

00:12:10: Er ist noch zehn Kilometer gejoggt, keiner hat ihn angemerkt, er ist arbeiten gegangen und dann fing es an zu bröckeln und dann halt ziemlich schnell.

00:12:19: Und wie die Zeit war, die war eigentlich sehr anstrengend.

00:12:23: jetzt im Nachhinein Ich habe total funktioniert Wie gesagt, ich habe die Kinder gehabt.

00:12:30: Ich bin mit Dennis, also wir sind überall zusammen hingegangen und er hat immer gesagt das ist meine Frau und ich möchte dass sie dabei ist Und wir haben Zusammeninfusionen gehabt.

00:12:39: Das war auch eine schöne Zeit.

00:12:41: Wir hatten eine Heilpraktikerin und da saßen wir zusammen an Infusionen.

00:12:46: Ich hab was bekommen um einfach nervenstark zu bleiben.

00:12:50: Er hat eben alles das bekommen was man auf natürlicher kundliche Ebene tun konnte Und diese Zeit möchte ich nicht missen, also es war eine sehr intensive Zeit nochmal.

00:12:59: Und überhaupt war das noch mal eine sehr intense Zeit auch als Partnerschaft!

00:13:03: Wir sind dann nochmal sehr zusammen gerückt und ja...und die Knell sind dann so mit geschwommen sag' ich mal.

00:13:11: Also er war dann quasi auf einmal der Mittelpunkt.

00:13:16: morgens habe ich die Kinder fertig gemacht für die Schule, dann bin ich mit ihm zum Arzt.

00:13:19: Dann bin ich nach Hause erst zur Arbeit gegangen, dann kamen die Kinder wieder nach Hause und hab mich um die Kinder gekümmert.

00:13:26: Bis April ist er ja bis abends arbeiten gegangen und dann wurde es natürlich noch ein bisschen anstrengender.

00:13:31: Dann wird alles intensiver und das hat man denn auch an mir gesehen.

00:13:37: also ich wurde dann schmaler und schmalere und schmaler.

00:13:40: Ich bin so schon schlank aber ich hatte damals...

00:13:42: Jetzt geht auch das Sachen her!

00:13:43: Ich hatte zehn Kilo weniger, also ich war wirklich ein Knochengerüst nachher.

00:13:49: Hab das aber nicht gemerkt?

00:13:50: Das war einfach weil es eine intensive Zeit war.

00:13:55: Wie ging das dann weiter?

00:13:57: Hast du ihn zu Hause begleitet?

00:13:59: Wurde er irgendwann in einer Institution überwiesen?

00:14:03: Magst du uns da... Du sagst mir wenn ich dir zu neu treten was du sagen möchtest, magst du noch ein bisschen mitnehmen?

00:14:12: Ja, das ging eigentlich... Wie gesagt, bis Ende April lief ja alles soweit gut.

00:14:17: Und dann gab es Hoch- und Tiefs.

00:14:23: Die Tiefen wurden aber halt immer tiefer.

00:14:27: Dann ging es ihm eigentlich immer schlechter.

00:14:30: Er hatte zu Hause mehrere Anfälle... ...und hat sich übergeben.

00:14:36: Nachts hatte er krasse Schmerzen.

00:14:40: Es gab auch eine Phase da hatte ich wirklich auch Angst nehmen zu legen weil nicht mehr wusste, ob er noch wirklich her seiner Sinne ist.

00:14:48: Und dann war ich selber auch unruhig im Schlaf und irgendwann kam der nächste Eindruck.

00:14:55: das war quasi eine Woche bevor er dann starb.

00:14:58: und da... Ich weiß es noch, da saß ich mit meiner Mutter, ich hatte dann irgendwann zu meiner Mutter gesagt, du musst mir helfen!

00:15:04: Ich schaff's einfach nicht mehr, ne?

00:15:06: Und sie kamen an und hat immer gekocht für die Kinder, für mich

00:15:08: usw.,

00:15:09: und hat mich halt eben unterstützt.

00:15:12: Ich weiß noch, wir saßen draußen und ich sag auch, Mutti.

00:15:14: Ich fühl mich nicht gut hier zu sitzen und mit dir zur Frühstückung.

00:15:17: Ich muss mal hochgehen, ob's ihm gut

00:15:18: geht.".

00:15:19: Und sie sagt ja geh hochgucken... ...und dann bin ich ins Schlafzimmer gekommen und dann lag er da.

00:15:25: aus heutiger Sicht würde ich sagen bestimmt wollte er da sterben aber ich war noch nicht so weit und hab wieder gesagt, der ist warte!

00:15:34: Ich hole einen Arzt ne?

00:15:36: Dann bin ich halt rausgerannt.

00:15:37: zu meiner Mutter habe gesagt mutti ruft den Notarzt Ja, dann ist er eben ins Krankenhaus gekommen und da kam noch mal dieses Hoch.

00:15:50: Dass er nochmal ganz klar mit uns gesprochen hat.

00:15:52: Und ich dachte ja es geht wieder los!

00:15:54: Ich kann jetzt wieder richtig mit ihm sprechen und ich habe die Heilpraktikerin angerufen und gesagt Ina ich kann jetzt die Infusion legen.

00:16:03: wir haben aber mit dem Arzt besprochen mittlerweile dass er auf die Palliativstation kommt weil das einfach Was sollten sie für ihn da jetzt tun?

00:16:10: Und ich dachte, ja.

00:16:11: Jetzt war der sich wieder hingesetzt, coole Sache.

00:16:14: Er spricht wieder mit mir.

00:16:16: Gut dann geht er auf die Palliativ und ich stöpsel ihm die Infusionen an.

00:16:19: Ja, dann bin ich aber nächsten Tag wieder ins Krankenhaus und ist dann schon kumartös gefallen.

00:16:23: Dann haben Sie ihn auf die palliativ-Station gebracht.

00:16:26: Da war das noch mal so, dass die kaum fassen konnten.

00:16:30: Der Arzt hat gesagt, ich kann's nicht fassen!

00:16:32: Ich kenn ihren Mann ja nicht, aber der sieht so gesund und sportlich aus... Und dann hat es zwei Tage gedauert und dann starb er dort schon.

00:16:44: Das war aber nochmal, ich war froh über diesen Ortswechsel weil die Palliativstation ist eine ganz besondere Station mit ganz besonderen Menschen auch.

00:16:53: Er hatte eine Ruhe dort.

00:16:54: Es gab ein Zimmer für ihn alleine und das wollte er halt auch immer.

00:16:57: Es war immer für ihn.

00:16:59: auch als er noch gesund war, sagte er oh nee also im Krankenhaus, ich brauche mal einen Einwärtszimmer!

00:17:05: Und das habe ich dann halt auch geschafft.

00:17:06: mit der Palliativstation lagen wir da im Bett.

00:17:11: Er hat sich quasi auf den Leg gemacht und ich habe immer in seinem Bett gelegen, hab geweint, hab noch mal meine Geschichte erzählt also unsere Geschichte auch.

00:17:19: Ich hab gesagt Dennis es war einfach so ein schönes Leben mit dir und dann habe ich ihm immer zwei Möglichkeiten gelassen.

00:17:25: Hab gesagt also es gibt jetzt zwei Möglichkeiten entweder wachst du auf und da musst du aber auch wieder gesund sein oder... Du wechselst die Seite und das kommtest du so

00:17:37: klar sagen?

00:17:38: Das habe ich gesagt zu ihm.

00:17:40: Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe.

00:17:41: Aber es vielleicht ... weiß ich nicht!

00:17:44: Also ich weiß auch die Psycho-Onkologin auf der Station hat gesagt was sie für eine Stärke haben.

00:17:49: Wissen Sie was hier für Menschen sitzen und an ihren Verwandten festhalten obwohl es denen einfach nicht immer gut geht?

00:17:56: Aber ich hab' gesagt ja aber es bringt ihm nichts und das bringt ja auch mir nichts.

00:18:02: Und wie lange sollen wir das

00:18:03: rauszögern?!

00:18:07: Ja, ich fühle zu hundertprozent nach.

00:18:10: Es war jetzt nicht mein Partner aber ich habe meinen Stiefvater so verloren wie du es erzählt hast und das war für uns auch... Also meine Mama und ich sprechen jetzt noch davon dass er ist im Hospiz verstorben zuerst in der Palliativ im Spital aber in der Schweiz darfst du nur einundzwanzig Tage bleiben sprich entweder du stirbst in diesen einund zwanzig Tagen sind jetzt wirklich hart und sonst musst du wieder weg!

00:18:34: Du darfst nicht länger dort bleiben.

00:18:37: Und er ging dann ins Hospiz.

00:18:40: Meine Mama und ich sprechen heute noch so viel darüber, dass wir sagen auch fürs Außen war das glaube ich die schlimmste Zeit für uns, die allerschönste.

00:18:53: Ah ja?

00:18:53: Ich habe ganz ein Hautjahr.

00:18:55: Weil in diesem Hospiz diese Energie – und ganz einmal wusste ich noch nichts von meiner Hochsensibilität.

00:19:02: aber Diese Stille, diese Ruhe war für mich wie ein Zuhause.

00:19:08: Ich komme ja ursprünglich aus der Pflege und ich habe so viele Menschen in den Tod begleitet.

00:19:14: Für mich war das nie ... Solange die Menschen noch da waren, sage ich jetzt mal auf der physischen Welt, solange du die Energie im Raum gespürt hast, für mich war es immer eine Vertrautheit.

00:19:28: Ich

00:19:28: liebte es Menschen zu pflegen, die auf ihrem letzten Weg sind.

00:19:32: Weil ich immer diese Energie so wunderschön und beruhigend fand.

00:19:37: Logischerweise anschließend wenn dann die Seele den Körper verlassen hat... ...dann war's anders weil du einfach gespürt hast da ist wirklich null Energie mehr im Raum Und das konnte ich früher alles nicht greifen.

00:19:52: Und doch, als du jetzt so erzählt hast, kamen mir auch wieder eigene Bilder hoch, wo ich gedacht habe, weil ich weiss noch ... Das Aufbäumen ist ja sehr typisch.

00:20:03: Aber so stark wie wir das bei unserem Stiefvater erlebt haben, habe ich bisher wirklich noch nie erlebt.

00:20:13: Der war auf der letzten Reise im Sterben und hatte schon Atempausen.

00:20:20: Und ich sagte meinen Mama noch, als er nach Hause ging.

00:20:22: Mama hat gesagt, da wird das Telefon kommen weil der macht schon acht bis zehn Sekunden Atempausen.

00:20:30: Jetzt ist er wirklich auf dem Weg Hat auch die Pflege im Hospiz gesagt Dann kommen wir am nächsten Tag ins Hospiz rein und ich weiß noch Wir laufen die Treppen hoch.

00:20:39: Da sitzt er am Frühstückstisch Und trinkt seine Ofomaltine.

00:20:45: Meine Mama wurde weiss wie eine Wand schaute mich an und dann schahte ich die Pflege an.

00:20:52: und sie so, wir haben sowieso etwas noch nie erlebt.

00:20:58: Also die waren fest davon überzeugt dass er diese Nacht auch versterben wird das er am Morgen aufsteht raus kommt aus

00:21:08: dem Zimmer

00:21:09: so guten morgen sich an den Frühstückst.

00:21:13: also da hat auch der Pflege gedacht Und die hatten zwanzig Jahre Erfahrung auf der Palliativ.

00:21:21: Die haben gesagt, sie hat etwas noch nie erlebt.

00:21:23: und als du das jetzt eben erzählt hast, habe ich gedacht, oh wow, deja vu!

00:21:27: Das kommt mir sehr, sehr bekau... aber dann ging es anschließend sehr schnell so wie du jetzt erzählst.

00:21:34: Aber Wahnsinn, also das ist ja auch wirklich Wahnsinn.

00:21:36: Aber er hatte dann wahrscheinlich gedacht, ich muss nochmal mein Todesmal zu mir nehmen?

00:21:40: Wahrscheinlich, ich hab den sehr haupt.

00:21:42: Wahrscheinlich weil er liebte Ofenmaltine.

00:21:45: Bevor ich jetzt nicht noch mal so eine Ofenmaltine getrunken habe, gehe ich nicht von dieser Watererde.

00:21:53: Aber das war schon ... Wow!

00:21:55: Das war wirklich eine crazy Zeit.

00:22:00: Jetzt du als ganzheitliche Gesundheits- oder Ernährungsberaterin Ich meine, du kennst dich ja auch mit Zellen und alles aus.

00:22:11: Wenn so eine Diagnose kommt dann geht bis in die tiefste Zelle kommen wir in diese Schockstarre.

00:22:20: Magst Du uns da ein bisschen mitnehmen?

00:22:22: Ja genau!

00:22:23: Die Diagnosen kamen und wir waren im Schock wie Du sagst.

00:22:27: Also Du sitzt wirklich ... Du bist wie in einer Blase Und die Welt ist irgendwie.

00:22:36: Ja, sie läuft weiter.

00:22:37: Aber bei dir läuft die halt irgendwie, dass du denkst alle laufen an dir vorbei so, ne?

00:22:42: So alles dreht sich weiter.

00:22:44: aber du bist in diesem Film und denkst eigentlich erstmal gar nichts.

00:22:50: ich weiß noch Ich hatte ... als die Diagnose kamen An dem Tag wir waren alle ein bisschen angeschlagen Und ich hatte Hühnersuppe gekocht und ich dachte da lass uns mal eine gute Hühnersuppe essen.

00:23:02: Und dann kam die Diagnose und ich dachte Ich mir war übel, ich würde diese super am liebsten weg kippen.

00:23:08: Ich mag gar nichts essen!

00:23:11: Also du bist wirklich erstarrt und das ist ja auch so dass... ...ich meine das Immunsystem eines Krebskranken ist ja eh am Boden.

00:23:21: Und wenn du so eine Diagnose bekommst dann haut es dich nochmal um ninety- acht Prozent runter also bist du quasi Minusbereich.

00:23:29: sag' ich jetzt einfach mal so ne?

00:23:34: Es ist schon harter Tobak so was zu kriegen.

00:23:38: Also für Dennis muss es ganz schlimm auch gewesen sein, wir haben leider nie so richtig über die Gefühlswelt gesprochen.

00:23:44: das ist mir erst alles nach dem Tod bewusst geworden weil ich halt immer so gesagt habe, nee das schaffen wir nicht.

00:23:51: Ich war immer sehr optimistisch, weil ich einfach mein Wissen hatte und dachte, ey komm, das ist überhaupt gar nicht schlimm.

00:23:55: Das managen wir jetzt, wir zeigen es allen.

00:23:59: Aber diese Schockstare, die lebt dich natürlich erst mal, du kommst... Also Dennis war dann auch glaube ich für zwei Wochen ungefähr zu Hause wirklich was er ja nie gemacht hat.

00:24:07: Er ist mit Fieber zur Arbeit gegangen Und irgendwann bin ich ein bisschen da raus und hab gesagt, so jetzt müssen wir mal in die Action kommen oder jetzt müssen mir irgendwas tun für dich

00:24:18: Und dann hast du die Unterstützung auf ganzheitlicher Ebene gesucht, versteht das richtig?

00:24:22: Also nicht nur da.

00:24:25: Ich bin halt auf ganzhaltlicher Ebense unterwegs denn es war aber sehr geprägt durch die Familie dass die Schulmedizin immer auch einen guten Einfluss dargespielt hat und diesen Weg den durfte ich lernen zu akzeptieren weil Das wäre nie mein Weg gewesen.

00:24:45: Und das war für mich auch hart zu sehen, als er das gemacht hat.

00:24:50: Aber es ist eben sein Weg und das ist mir auch nochmal ganz nach dem Tod klar geworden.

00:24:55: Er wollte das so.

00:24:58: Es waren natürlich dann meine Ängste.

00:25:01: Ich habe auch den Arzt gefragt – erklären Sie mir bitte!

00:25:05: Dieser Mann hat kein Immunsystem mehr.

00:25:07: Warum kippen sie da jetzt noch Chemie rein?

00:25:09: Warum bauen sie ihn nicht auf?

00:25:11: Aber die Ärzte, die sind ja auch so rhetorisch geschult.

00:25:15: Die erzählen dir irgendwas... Ich habe es nicht verstanden und hab noch zweimal die Frage gestellt und hab's dann gelassen weil er hat es mir einfach nicht beantwortet.

00:25:28: Ja!

00:25:30: Und wie bist du mit dem umgegangen?

00:25:31: ... Wenn du eben dieses ganzheitliche Wissen hast, das eine in die Akzeptanz zu gehen.

00:25:39: Wie du vorhin schon gesagt hast, dass Dennis seinen Weg ausgewählt hat und das auch dann zu akzeptieren.

00:25:46: Ich fühle mich zu hundert Prozent nach.

00:25:47: Ich bin ja auch zuhundert Prozent ganzheitlich, obwohl oder vielleicht weil ich gerade aus dem medizinischen Bereich komme, schaue ich das Ganze mittlerweile ganz anders an.

00:26:00: Aber wie konntest du da die Akzeptanz finden?

00:26:06: Das ist eine gute Frage.

00:26:13: Es war wirklich sehr schwer, also ich kann dir diese Situation schildern.

00:26:17: Wir haben beschlossen dass wir diese Präparate, das waren Tablettenform bei uns in der Nähe einer Apotheke holen denn es hatte in Hamburg gearbeitet und habe gesagt macht keinen Sinn dass wir jetzt in eine Hamburger Apothek gehen sag ich wenn jetzt mal irgendwas ist dann fahre ich nicht nach Hamburg rein.

00:26:33: Es macht schon Sinn, dass wir die hier abholen.

00:26:36: Und dann habe ich halt eine Apotheke in der Nähe bei uns gesucht im Dorf, am nächsten Dorf und ich hab mit dem Universum gesprochen und gesagt, er bittet, schmeißt mir ein Stein-Foss Auto!

00:26:44: Ich möchte nicht in eine Apothek ankommen müssen... ...und diese Medikamente einsammeln

00:26:49: müssen.".

00:26:50: Hat nicht geklappt.

00:26:53: Ich stand auch da und habe geweint und sie hat mich getröstet.

00:26:57: Dann bin ich nach Hause und weiß gar nicht ob ich das so wirklich akzeptieren konnte?

00:27:04: Ich hatte ja keine Chance.

00:27:06: Es war sein Weg und die Akzeptanz kam, glaube ich erst nach dem Tod.

00:27:14: Es ist für mich sehr schwer zu sehen dass er das nimmt.

00:27:17: Das war wirklich für mich schwer auszuhalten.

00:27:22: Du sprichst jetzt ganz ein richtiges Thema an?

00:27:27: Trauerbegleitung anbiet, das kennst du ja die Sterbephase nach Kübler-Ross.

00:27:33: Wir haben das in der Pflege kennengelernt.

00:27:35: Wurdest Du schon?

00:27:37: Weil dort geht es ja auch um die Akzeptanz.

00:27:39: Darum will ich da anknüpfen.

00:27:41: Wurdest Du schon in dieser Zeit nicht diesen Phasen konfrontiert oder wurde Dir das alles im Nachhinein bewusst?

00:27:50: Das wurde mir erst dann nachhineinander bewusst.

00:27:52: also ich hatte auch gar keine Zeit irgendwie darüber nachzudenken.

00:27:57: Ich habe vielleicht manchmal intuitiv gehandelt einfach, ne?

00:28:02: So wie ich das vorhin gesagt hatte, dass sich die Stärke besaß zu sagen du kannst jetzt auch gehen.

00:28:12: Das kam einfach so aus mir heraus.

00:28:15: aber der Rest wurde mir eigentlich erst im Nachhinein klar, weil Ich glaube, es lag einfach daran.

00:28:22: Ich war überzeugt, dass wir das hinkriegen und ich war so felsenfest überzeugt durch mein Wissen!

00:28:29: Ich glaube vielleicht genau wegen dem hattest du diese Stärke.

00:28:34: Das kann sein ja.

00:28:35: Man weiß es nicht, aber man weiss es nicht.

00:28:38: Aber vielleicht war das weil du... eben ich werke genau gleich wie du.

00:28:44: Ich fühle das zu Hundert Prozent was du sagst Wenn du natürlich so einen Vertrauen hast und du dir so sicher bist, dass es eben gut kommt.

00:28:58: Da bist du in einer ganz anderen Energie drin als wenn du schon in der Verzweiflung drinnen wirst.

00:29:08: Ganz genau!

00:29:11: Nach diesem ganzen, als Dennis dann verstorben ist.

00:29:15: Wenn wir jetzt nochmals auf die fünf Phasen eingehen.

00:29:17: Nachher möchte ich gerne switchen was du gemacht hast um rauszukommen aber so die fünf Fasen das eine ist ja nicht wahr haben wollen.

00:29:27: Dann die zweite Phase ist ja Wut zornen.

00:29:30: da möchte ich auch noch weil wir schon miteinander über die Wut und was das in den Zellen macht gesprochen haben Dann ist ja oft auch das Verhandeln.

00:29:40: Wir wollen dann im Kopf auch Strategien ausdenken, verhandeln mit uns selber und mit dem ganzen Drumherum.

00:29:50: Dann kommt ja oft der Einbruch die Depression und am Schluss kommen wir in die Akzeptanz.

00:29:59: Wenn du das jetzt von deiner persönlichen Seite anschaust aber auch von deinem ganzheitlichen Wissen Was war oder wo warst du am intensivsten drin?

00:30:13: Und wie konntest Du Dich vielleicht auch mit der Ernährung, mit Deinem gesundheitlichen Ansatz aus diesen Phasen rausholen.

00:30:23: Kannst Du das so beantworten?

00:30:24: ...

00:30:25: eigentlich nicht wirklich, weil ich überleg gerade.

00:30:28: Also dadurch dass es ihm halt so lange gut ging... ... war ich ja eigentlich diese Optimistin und dachte so... ...ja guck!

00:30:35: Es wirkt ja alles, es wirkt hier alles.

00:30:39: Ich glaube die Wut kam dann eher mal dazu,... ...dass ich auf ihn wütend war, weil er trotzdem weiter arbeiten gegangen ist,... ...weil ich auch manchmal K.O.

00:30:47: war.

00:30:48: Und ich weiß das gab zum Beispiel eine Situation,... ...da war ich wütender auf ihn, weil.... Ich weiß nicht mehr ganz genau warum, aber vielleicht weil er wieder arbeiten gehen wollte oder sowas und habe ich echt alles hingeschmissen.

00:31:03: Ich hab wirklich zu Hause, ich habe ja Säfte ausgepresst für ihn Kokuma also Zitrone wir haben Dinkelgras und Weizengrass habe ich ausgepresst und so was alles.

00:31:14: Und dann war ich so wütend und habe gesagt ihr macht dein Scheiß alleine.

00:31:16: ich gehe jetzt und dann bin ich zur Massage gegangen und habe ihn alleine gelassen Und es ging ihm eigentlich nicht gut.

00:31:22: Dann kam ich nach Hause und habe ihn wiedergefunden in der Badewanne, dann lag er wie so ein kleines Häufchen Elend.

00:31:28: Wenn ich darüber spreche, dann kommen mir die Tränen bei euch dann so denke, was hast du mit ihnen gemacht?

00:31:33: Ihnen ging das doch nicht gut!

00:31:37: Dann lag er da und sagte zu den Menschen, wir müssen noch zusammenhalten.

00:31:40: Dann stieg er aus der Wanne und war schon ganz dünn... Ich hab ihm aus der Wand geholfen wie schon einen älteren Mann eben und hab ihn abgetrocknet.

00:31:51: Und ich habe gesagt, Dennis, ich halte zu dir aber kann halt auch manchmal nicht mehr.

00:31:57: Dann hab ich ihn abgedrocknet, hab mir ihn ins Bett gebracht.

00:32:00: Ich glaub in diesen Phasen kam dann vielleicht die Wut hoch... ...und die hab' ich dann vielleicht an ihm ausgelassen.

00:32:08: Das kennen wir ja alle!

00:32:11: Wo lässt man seine Emotionen rausarbeiten?

00:32:16: Und das ist so und ich bin auch nie in diese Akzeptanz gekommen.

00:32:21: Vielleicht war es einfach ein zu kurzer Prozess, weil wenn du jetzt so siehst Ende April bis ersten Juni... Das ist ja eine kurze Phase!

00:32:30: Und die Seele kam gar nicht hinterher.

00:32:35: Von daher habe ich vielleicht da einen zwei Phasen übersprungen und musste die dann mehr durchlaufen als er tot war?

00:32:44: Als er dann verstorben ist Wie kommst du, ich meine, du sagst jetzt eben hey wir leben in Spanien.

00:32:55: Es geht mir wirklich gut!

00:32:57: Wie kommest du aus diesem ganzen Tornado?

00:33:03: Aus dieser Spielaree?

00:33:04: wie hast du dich da selber rausgeholt?

00:33:08: auch wieder intuitiv würde ich mal sagen.

00:33:10: also es war aber so dass ich von Anfang an gesagt habe okay er ist jetzt tot Und wir drei, also meine Mädels ... und ich.

00:33:18: Wir müssen da gut rausgehen!

00:33:20: Ich wollte nicht, dass meine Mädel irgendwann in zehn Jahren an der Depression erkranken oder so.

00:33:25: Also hab' ich gesagt okay, ich such uns jetzt Trauergruppen, da gehen wir rein... Und dann habe ich eben... Also ich hab meine Trauer immer sehr zugelassen und hab das auch zu meinen Kindern gesagt.

00:33:37: Hab gesagt wenn ihr weinen müsst, dann weint.

00:33:39: Wenn ihr wütend seid, dann seid wütent.

00:33:42: Ich hab ganz viel gelesen über den Tod nochmal, um einfach da noch mal stärker alles zu verstehen.

00:33:50: Das hat mir auch sehr geholfen das Ganze noch besser zu verstehen und dann zu akzeptieren.

00:33:55: Und ich bin erstmals Kloster gefahren.

00:33:58: Meine Kinder hatten nämlich eine Pferdereise gebucht die waren also auf einem Ponyhof.

00:34:07: Das ist auch eigentlich ganz krass.

00:34:08: Also er verstarb, dann waren wir noch zwei drei Wochen zusammen, da waren die großen Ferien damals.

00:34:13: Dann sind die auf dem Reiterhof und ich bin uns kloster.

00:34:17: und im Nachhinein denke ich Wie konnte das alles so passieren?

00:34:22: Ich hätte doch eigentlich auch gerade am Anfang noch für meine Mädels da sein müssen.

00:34:26: aber es war auch echt schwer Weil ich bin so auch so tief in diesen Schmerz drin gewesen Wie gesagt, ich war dann am Kloser und dann kam die erste Eingebung.

00:34:37: So wie so ein Blitzschlag... Okay, ich fange jetzt an YouTube-Videos zu drehen und spreche darüber.

00:34:43: Und ab da habe ich angefangen sofort YouTube Videos zu drehnen und hab im Grunde meine eigene Trauer erst mal damit verarbeitet.

00:34:52: Dann habe ich gemerkt, ich muss raus!

00:34:53: Ich brauche frische Luft, ich brauche die Natur und ich bin wirklich zu jeder Zeit wenn es mir nicht gut ging, habe ich gesagt, dass ich eine Runde laufen muss.

00:35:02: Ich habe viel Sport gemacht, ich bin spazieren gegangen.

00:35:05: Mir hat die Natur unheimlich viel geholfen und in dieser Bewegung kannst du natürlich auch ganz viel verarbeiten.

00:35:10: Da flossen die Tränen, da kamen die Wut.

00:35:13: Also was?

00:35:14: Ich habe da manchmal geschrien und hab gedacht wo kann ich hier gegen treten?

00:35:19: okay mit der Baum kann nichts dafür aber ich würde jetzt am liebsten irgendwas zusammenschlagen.

00:35:25: Das hat mir geholfen und wie ich ja vorhin schon gesagt habe, am Anfang dachte ich so, ich brauche gar nicht mehr mich gesund ernähren.

00:35:32: Südmonier hat sich gesund mit mir ernährt und jetzt ist er tot bringt ihr alles gar nichts.

00:35:37: aber die gesunde Ernährung ist natürlich Nährstoff für deine Zellen und diese Zellen sind ja in dieser Starre gewesen mehrfach Und sie wollen auch wieder da rauskommen und ich wollte ja auch nicht krank aus dieser Situation rausgehen.

00:35:51: Also Waren das so die Tools für mich?

00:35:54: Ich hab noch eine Sehensportausbildung gemacht, um einfach ... diese Trauer zu bewegen.

00:36:00: Und ja und das waren meine Tools, die mich daraus gebracht haben.

00:36:05: Und ich habe aber auch immer gesagt, wir müssen aber auch trauen!

00:36:09: Das ist wirklich wichtig.

00:36:10: Lass uns darüber sprechen.

00:36:12: Lasst uns einfach darüber sprechen und schiebt es nicht weg.

00:36:15: Weil ich habe in meinem Umfeld dann Aussagen bekommen wie längst du dich auch ab Und ich habe gedacht, das Leben ist doch ablenkend genug von allem.

00:36:26: Wenn ich jetzt traurig bin, dann möchte ich auch mal traurigs sein und das hat uns einfach geholfen.

00:36:33: Also haben Sie gemeint, du längst dich zu viel ab?

00:36:38: Oder wollten sie, dass du dich eben ablängst?

00:36:41: Ja ganz genau so.

00:36:43: Von wegen, jetzt bist du trauriger.

00:36:44: Komm, da gehen wir jetzt mal irgendwo hin, haben ein bisschen Spaß und verdrängen das Ganze So spitze ich das mal?

00:36:52: Ja, aber ich glaube es ist das was auch in der Pflege so oft erlebt habe.

00:36:59: Viele Menschen können diesen Raum gar nicht halten wenn die Emotionen kommen.

00:37:04: also ich hab so viele Geschichten erlebt auf dem Notfall eben wo du denkst es ist klar dass eine Mama jetzt herum schreit Aber die Menschen können diesem Raum nicht halten.

00:37:19: Dann sagt man lieber an, wir geben Medikamente.

00:37:23: Das sind ein bisschen ruhiger werden.

00:37:24: oder eben ich sage jetzt mal in Privatunsetting Wir lenken die Menschen ab und das ist so bullshit.

00:37:32: Aber das glaube ich wirklich weil Es sind alles so Tabuthemen.

00:37:38: also Ich weiß noch auch von einem guten Freund von mir ist der Papa gestorben Und ich habe ihn immer so direkt angesprochen.

00:37:46: Viele Menschen getrauen sich das ja schon gar nicht.

00:37:49: Wie ich am Anfang erzählt habe, auch mit dem Buch wo ich das Märscher vom Tod empfohlen habe, weil viele Menschen denken ja nicht ansprechen komm lieber irgendwie wir sprechen über das Wetter oder über den Urlaub anstatt ja den Menschen anzusprechen und dann auf den Raum zu halten wenn die Gefühle kommen.

00:38:11: Und darum ist unsere Gesellschaft so wie sie ist, weil die Emotionen immer weggedrückt werden.

00:38:18: Ganz genau!

00:38:20: Und das hat mich aber am Anfang auch so wütend gemacht, dass ich so dachte, warum haltet ihr es nicht aus?

00:38:25: Ich muss es doch jetzt auch aushalten.

00:38:27: Ich habe das Ganze nicht verstanden am Anfang und durch diese YouTube-Videos, die ich gedreht hab, habe ich das wirklich immer mehr verstanden, dass es einfach deren Problem ist.

00:38:38: Sie schaffen es einfach nicht zu halten, sie halten's nicht aus.

00:38:42: Ich hatte auch so eine Situation mit meiner Mutter.

00:38:45: das tat ihr so unfassbar weh dass sie mich so leiden hat.

00:38:49: sehen jetzt kommen wir auf ihre Tränen und sie sagt Zendlich heizt sich mal raus und hab ich gesagt Mutti ich blockiere dich jetzt auf allen Kanälen damit du das nichts ziehst.

00:38:57: aber das ist meine Verarbeitung.

00:38:59: Und dann hat sie gesagt ja mach das bitte weil ich halte es nicht aus.

00:39:03: Und dann irgendwann habe ich sie wieder freigegeben, weil es früher okay war für mich.

00:39:11: Ja und das ist eben das die Menschen dieser Schmerz jemanden leiden zu sehen oder ich weiß jetzt auch nicht wie man damit umgehen soll.

00:39:19: Ich hab eine Situation gehabt da kam ein Freund vier Wochen nach dem Tod von Dennis mit der Familie hier zu uns nach Hause und ich wollte so gerne über Dennis sprechen und hab dann auch geweint und sie haben immer das Thema weggelenkt.

00:39:33: Und das hat mir dann weh getan, weil ich denke erstens er dürfen wir jetzt nie wieder über ihn sprechen.

00:39:41: Er gehört doch für immer zu uns und nur weil er jetzt weg ist, ist er doch nicht auf einmal Tabuthema?

00:39:50: Ich glaube einfach, weil achtzig oder neunzig Prozent der Menschen überfordert sind mit so einer Situation.

00:39:58: Man denkt an ... Jetzt kommt die mit dem Thema und dann hat man Angst, etwas Falsches zu sagen.

00:40:05: Man weiß wie nicht.

00:40:06: Hey!

00:40:07: Wie soll ich mit dieser Situation umgehen?

00:40:10: Und ich war immer so dankbar für das.

00:40:15: Aber das hatte ich schon immer auch in der Pflege.

00:40:17: Ich hatte nie Angst dass sich bei einem Angehörigen etwas falsches sagen konnte.

00:40:22: Ich habe immer darauf vertraut, die kommen dürfen, dass das einfach die richtigen Worte sind.

00:40:32: Und meine Erfahrung ist

00:40:35: je

00:40:36: klarer oder je direkter du auch einen Menschen auf den Tod ansprichst – also die Menschen sind wirklich dankbar dafür!

00:40:43: Das habe ich oft im Notfall erlebt so endlich mal ein Mensch der das anspricht und nicht wieder ein Mensch, wo ihm liebsten aus dem Zimmer rausgehen würde.

00:40:51: weil oh mein Gott wie soll ich reagieren?

00:40:54: Und ich kann mir vorstellen, ich weiß nicht ob du mit diesen Freunden nochmals über das gesprochen hast nach diesem nie mehreren Thema.

00:41:01: Also nein!

00:41:02: Das Ding ist dass die einfach weg waren nachher.

00:41:06: Ich sag immer, ich habe achtundneinzig Prozent der Freunde verloren.

00:41:11: Es gab nicht viele, die das ausgehalten haben.

00:41:16: Das war eine Handvoll die ich noch habe und der Rest mit denen wir zu tun hatten, haben sie einfach nicht ausgehalten.

00:41:23: Und waren dann einfach weg!

00:41:26: Ich glaube, ich bin halt auch nicht ans Telefon gegangen.

00:41:29: wie ging es einfach schlecht?

00:41:30: Die haben immer gesagt melde dich wenn du was brauchst.

00:41:33: das ist der schlimmste Satz finde ich so.

00:41:34: was kannst du nicht bringen?

00:41:36: Das ist der Schlimmste Satze einer Trauerenden gegenüber oder einem Trauernden.

00:41:41: aber ich wollte nochmal erzählen ich bin dann ... war ich in so einer Gruppe, da haben wir halt viel so Themen aufgearbeitet und so.

00:41:51: Und damals weiß ich... Da haben sie mich gehalten!

00:41:53: Das war so eine schöne Nummer.

00:41:56: Da bin ich wieder zusammen, also da fing ich wieder an zu weinen und dann hat der Trainer damals gesagt, komm mal her, Stanley.

00:42:03: Dann saß ich da und dann hatte er meine eine Schulter, die mir saß.

00:42:07: noch eine Frau, die hat die andere Schulter gehalten und dann hat er gesagt du darfst weinen.

00:42:11: Und das war scheiße was du erlebt hast!

00:42:13: Und dann ist es richtig nochmal aus mir rausgebrochen.

00:42:15: der hat das alles... Der hat gesagt dass is kacke was du erlebt hast und sowas IS schwer für Menschen.

00:42:21: und ne?

00:42:22: Der hatte's mal aus der Perspektive und nicht immer.

00:42:24: auch Du bist so stark und du musst stark für die Kinder sein und nicht so das.

00:42:28: Es wurde nicht runtergedeckelt und da hab ich wirklich... Das brach nochmal die ganzen Dämmer auf.

00:42:36: Wahrscheinlich sehr, sehr heilsam war für dich.

00:42:38: Absolut!

00:42:39: Das ist

00:42:41: so was von heilsamen weil du ja auch da manchmal wenn du eher so andere Sachen kriegst entweder aggro wirst, so dieses.

00:42:49: ja du musst jetzt stark sein.

00:42:50: Du hast die Kinder und dann denk ich so hey nee ich bin aber nicht stark oder so Aussagen.

00:42:55: auch du bist so stark.

00:42:55: Ich wüsste nicht wie ich das aushalten soll.

00:42:57: Ja ich halte ja auch nicht aus nur weil ich noch hier bin Aber es ist halt wirklich schwer auszuhalten.

00:43:04: Und als es damals das war wirklich sowieso ein Damm Da habe ich mich mal verstanden gefühlt.

00:43:08: Auch wenn sie das gleiche nicht erlebt haben Haben Sie mich trotzdem halten können?

00:43:13: Das war wirklich...das ist heilsam genau!

00:43:15: Das ist Heilung

00:43:17: Und ich glaube, um das geht es auch.

00:43:18: Es geht nicht darum dass die Personen das Gleiche erlebt haben sondern eben dass sie in dem Moment den Raum halten indem du weißt Ich bin getragen!

00:43:28: Ich bin sicher und alle Emotionen die da sind egal ob Trauer oder Wut, egal ob du weinst Ob du schreist, ob du irgendetwas... Es ist einfach alles in Ordnung.

00:43:41: ein Dorf raus und ganz erst dann Kommen ja die Zellen wieder aus dieser Schockstorre raus, meiner Meinung nach.

00:43:50: Davor kommen sie ja gar nicht raus solange die Emotionen nicht ausgelebt werden dürfen?

00:43:58: Absolut!

00:43:59: Im Gegenteil, die zellen sind ja die erstarren ja wie du sagst immer weiter weil du ja von außen aufgedrückt bekommst.

00:44:07: Nee, du kannst jetzt hier nicht wütend sein und du darfst dies nicht.

00:44:10: und dann denkst du so Ja aber Was soll ich da machen?

00:44:16: Und immer dieses Zurückhalten, das wissen wir ja so schon.

00:44:19: Das ist ja manchmal für uns schon im normalen Leben, dass man manchmal denkt, oh nee, es fängt jetzt gerade scheiße.

00:44:26: Aber ja und es ist einfach so unfassbar wichtig, dass alles rauslässt.

00:44:32: Und egal, was man hat.

00:44:33: Auch Wut!

00:44:34: Wut ist ja so ein Negativ-Ding.

00:44:36: Es ist ja negativ behaftet.

00:44:38: Aber wenn wir einfach mal jetzt... Lass uns zum Beispiel Holz hacken gehen dann um einfach dann wütend zu sein und das Holz zu spalten.

00:44:45: wie gut fühlt man sich danach?

00:44:48: Ja, da spricht ein ganz wichtiges Thema an.

00:44:51: Das ist ja etwas wo in der Gesellschaft nicht gelebt werden.

00:44:56: Es heisst immer, zügelt ein Temperament.

00:44:59: Komm runter!

00:45:00: Sei nicht so laut!

00:45:03: Du jetzt schon wieder!

00:45:05: Und das ist ja das, was wir auch in Kontakt waren wegen den Entzündungen.

00:45:11: Ich hatte chronische Bronchitis, ich hatte Asthma und Rheuma.

00:45:15: Das war alles diagnostiziert.

00:45:18: In mir drin, ich habe so viel Wut, weil ich war ... laut, ich war schon immer ein impulsiver Skin.

00:45:26: und was habe ich gehört?

00:45:27: Gains Zimmer bis du wieder normal bist?

00:45:30: Also was hab' ich gelernt?

00:45:32: ah

00:45:32: Wut

00:45:34: ist nicht normal das darf nicht gelett werden.

00:45:37: Und dann habe ich angefangen über Jahre mich so anzupassen sodass nicht mehr im Ballas sein ja nicht auf abweilen in der Gesellschaft wenn Du in ballas bist Bist du der Hero?

00:45:51: Dann hast Du es geschnallt, dann hast Du so fünf Sternchen.

00:45:57: So ein Bullshit.

00:45:58: aber wir werden ja so getrimmt immer schön ausgeglichen sein nicht ausfällig werden und dann bist Du ihn wirklich.

00:46:07: Und irgendwann kam diese ganze Wut und ich weiß noch vor fünf Jahren als dann dieser Deckel aufging Ich wusste gar nicht wo ich mit dieser ganzen Mut hin soll.

00:46:20: Ich weiß noch, ich war zu Hause und habe meinen Mann gesagt am liebsten würde ich die ganze Wohnung das ganze Investor in Inventar zerstören.

00:46:32: Am liebste würde ich so ein Baseball-Schlecht nehmen oder einmal durch die ganze Wohnung weil ich wusste plötzlich nicht so.

00:46:41: wo soll ich mit diesen starken Gefühlen hin?

00:46:45: Ich mache auch viel über die Bewegung, ich muss einfach raus.

00:46:50: So kann ich wirklich meine Emotionen verarbeiten und ich schreihe sehr viel.

00:46:57: Ich liebe es!

00:46:59: Aber ich weiß noch vor fünf Jahren als ich die Ausbildung intuitiver Energiearbeit gemacht habe im Südtirol hat der Ausbilder gesagt so jetzt schreit ihr alle mal.

00:47:07: Ja genau Da

00:47:12: ist noch gar nichts raus.

00:47:14: Nichts!

00:47:15: Jetzt könnt ihr jetzt auf den Knopf ins Mikrofon schreien, es würde mir nix ausmachen.

00:47:20: aber ich musste es wieder lernen.

00:47:24: und wie gut das das tut wenn du die Gefühle rauslassen kannst.

00:47:30: Ich habe gerade am Samstag einen Kino gehalten in Düsseldorf.

00:47:34: Da habe ich auch gesagt, die Kinder haben irgendwie zwanzig oder dreißig Stimmungsschwankungen und Stimmungswechsel pro Tag.

00:47:44: Und es ist in Ordnung!

00:47:45: Die leben ihre Gefühle da kann die Welt zusammenbrechen.

00:47:49: drei oder fünf Minuten später strahlen sie wieder und

00:47:51: das ist die Welt wieder

00:47:52: in Ordnung.

00:47:53: Wenn ein erwachsener Mensch so ist... Oh also mit dir stimmt etwas nicht.

00:47:57: Ich würde mal in die Therapie, ich würde mal Unterstützung holen.

00:48:01: Dabei wäre das das natürlichste Und nicht dieses Monotone.

00:48:06: Nee, und vor allen Dingen sieht man ja dann auch so wie du es halt sagst.

00:48:09: Daran kommen ja diese Krankheiten weil du das immer alles deckelst ne?

00:48:13: Und auch wie viele Leute haben ihre geilen Blasen rausgenommen weil sie einfach so müdend waren und sich alles angestaut hat da drinnen.

00:48:20: Also das kommt ja nicht von ungefähr... Das ist halt einfach die Sachen dass man hier auch mal ansprechen darf.

00:48:28: Auch sagen kann, das finde ich jetzt gerade richtig scheiße!

00:48:31: Ja genau Was hat sich in den letzten acht Jahren bei dir nochmals verändert vom Blickwinkel her?

00:48:41: Was schaust du jetzt anders an als davor oder ist alles gleich geblieben.

00:48:48: Nee, die Gefühlswelt zum Beispiel.

00:48:50: Die Gefühlzwelt... Also ich nehme es auch an!

00:48:54: Ich nehme wirklich auch an wenn meine Kinder irgendwie was haben dass ich mir das dann anhöre und nicht sage Jetzt nimm das doch nicht schon wieder so eng.

00:49:05: Für die ist es ja jetzt gerade ein Problem.

00:49:07: und dann höre ich's mir an, auch mein Nervenkostüm ist manchmal so, dass ich denke, jetzt möchte ichs nicht schon mal wieder... Ich versuch's dann aber!

00:49:16: Das kennen wir alle.

00:49:18: Wir sind ja jetzt auch ... Menschen.

00:49:20: Genau, Menschen und manchmal hat man mehr Energie und manchmal weniger.

00:49:23: Und es ist halt auch auf meine Gefühlslage.

00:49:26: Je nachdem wie ich mich gerade fühle, hab ich dann auch manchmal nicht die Energie, dass ich denke, das kann jetzt eigentlich grad nicht so tragen?

00:49:32: Dann sag' ich's aber auch!

00:49:34: Dann sag', ich, ah... Ich fühl mich grade selber, wenn ich so gut, ich schaff das jetzt grad nicht.

00:49:40: Und das ist das jetzt mehr was wir jetzt, also was wir hier zu Hause auch mehr besprechen wieder.

00:49:46: Dass wir da mehr in diese Gefühllswelt gehen Und ich mich dann auch selber manchmal hinterfrage und reflektiere.

00:49:55: Wenn du, oder ich frage anders was würdest du den Menschen mit auf den Weg geben?

00:50:03: So jetzt im Nachhinein mit deiner ganzen Erfahrung, mit deinem ganzen Wissen, mit der Ernährung, mit dem ganzheitlichen... Was würdest Du so...?

00:50:17: Menschen, die selber in so eine Situation kommen.

00:50:20: Was würdest du ihnen mit auf den Weg geben?

00:50:22: Oder was ist so dein Appell?

00:50:25: In welche Situation meinst Du das jemand krank wird oder nach dem Tod?

00:50:29: Generell alles zusammengepackt.

00:50:31: Ja

00:50:31: okay alles zusammen gepackt.

00:50:33: Dass man eben auch Grenzen setzen muss und dass man einfach feststellen muss was möchte dagegen über?

00:50:40: Also was möchte dein Gegenüber?

00:50:42: Da muss man in die Akzeptanz kommen und den muss man zuhören.

00:50:46: Und was ich wichtig finde auch mal über die Gefühlslage zu sprechen, das haben wir halt einfach nicht gemacht.

00:50:51: Das finde ich so unfassbar wichtig und immer zuhörn.

00:50:55: Und wenn man es nicht mehr kann dass man selber am Limit ist, dass man jetzt sagt Ich brauche eine Pause, ich schaffs grad nicht mehr.

00:51:02: Also klar

00:51:03: ausspricht!

00:51:06: Das finde ich unfassbar wichtig und sich wirklich auch Gutes tun, auch über die Ernährung.

00:51:10: Das ist einfach ein wichtiges Fundament auch um das alles halten zu können diese Nährstoffe für den Körper, um diese Situation einfach besser zu kompensieren.

00:51:21: Hast du da zwei oder drei Tipps betreffter Ernährungen wo du sagst so egal es muss jetzt nicht der Tod sein sondern generell eine Lebenskrise wo das Nervenkostüm wirklich so ist?

00:51:34: Die Hauptnährstoffe.

00:51:38: Du als Expertin, wo du sagst, das ist einfach so ultra wichtig für unsere Zellen?

00:51:44: Ja also ganz klar Omega-Drei.

00:51:47: Ganz wichtig und das halte ich halt auch mit meinen Kunden in jeder Phase deines Lebens.

00:51:54: Und die Zellen sind sowieso schon starr über diese falsche Ernährung, die heute gelebt wird.

00:51:58: und dann kommt vielleicht noch entweder eine Krankheitsdiagnose drauf Oder vielleicht der Tod danach oder halt so ein plötzlicher Tod, das kann ja auch manchmal passieren.

00:52:07: Dann erstahen die Zellen nochmal.

00:52:09: und um diese Zellen wieder fluide zu machen ganz klar Omega-Drei weil das lässt auch wieder deine Traumatas rauskommen aus den Zellen.

00:52:18: Wir haben alle irgendwelche Traumata sowieso in uns durch die Kindheit, durch Schule was weiß ich?

00:52:24: Wir wissen alle keiner hat es mit Absicht gemacht aber trotzdem ist das unfassbar wichtig.

00:52:31: Das würde ich immer sagen.

00:52:32: und ich würde auch sagen Vitamin D, das sind so die zwei Sachen, die so unfassbar wichtig sind.

00:52:38: Ich nehme noch ein paar andere mehr aber diese Sachen würde ich auf jeden Fall...

00:52:44: Und jetzt Menschen?

00:52:45: Das ist mir noch ganz wichtig!

00:52:46: Menschen, die mit ihr arbeiten möchten.

00:52:49: wie müssen wir uns das vorstellen?

00:52:50: Wie arbeitest du mit den Menschen?

00:52:52: Du begleitest sie ja auch, ich nehme an online oder...?

00:52:55: ...online und auch live.

00:52:57: Also in Deutschland hatte ich natürlich mehr live, ne?

00:53:01: Weil da hatte ich eine kleine Praxis im Haus... ...und dann bin ja weggegangen und jetzt mach' ich das eher online,... ...aber es gibt auch Live-Sessions die wir machen.

00:53:12: Genau!

00:53:13: Und du, ich kann da gar nicht so sagen, dass ist halt alles individuell weil...

00:53:17: Und intuitiv nämlich schon.

00:53:19: Und intuitif, genau weil es gibt keinen Fahrplan, weil eigentlich jeder... kann morgens aufstehen sofort Sport machen zum Beispiel.

00:53:29: Ich begleite er die Menschen und das sage ich ihm, ich gehe ein Stück weit den Weg mit euch so lange wie ihr mich braucht und wir finden euren Weg der euch gut tut.

00:53:40: Ich finde es ein wunderschöner Ansatz dass du da so auf das individuelle eingehst weil eben jeder Mensch Mensch braucht etwas anderes.

00:53:50: Und der eine macht am Morgen gerne Sport, der andere am Abend, der dritte am Mittag und auch auf das einzugehen.

00:53:58: Ich werde ja alles von dir dann in den Show noch zu verknüpfen, dass die Menschen auch den Weg zu ihr finden... ich bin völlig berührt und danke dir wirklich vom ganzem Herzen liebe Senti, dass du so offen über das Thema gesprochen hast uns in dein Leben reingeholt hast, dass du dich uns rein gezogen hast und aber auch aufgezeigt hast.

00:54:29: jederzeit möglich ist, wieder aus dieser Spirale rauszukommen und ich finde du hast etwas ganz Essenzielles gesagt eben die Gefühle.

00:54:37: Ich glaube das ist so dass A und O in unserer Gesellschaft.

00:54:40: wir dürfen wieder lernen unsere Gefühlen zu fühlen und auch rauszulassen damit dann anschließend eben nicht diese Erkrankungen entstehen.

00:54:52: Absolut absolut ja.

00:54:53: Ich habe noch eine Abschlussfrage, die frage ich all meinen Gästen.

00:54:59: Kennst du das Buch Big Five for Life?

00:55:03: Ja!

00:55:04: Aber ich hab es noch nicht gelesen.

00:55:06: Es geht darum am Schluss, dass er durch sein eigenes Museum läuft bevor er die Mutter Erde verlässt und Wenn du dann die Chance hast, durch dein eigenes Lebensmuseum zu laufen.

00:55:24: Wie sollte das aussehen?

00:55:28: Oh Gott!

00:55:29: Also... Das kann ich dir gar nicht sagen.

00:55:34: Aber ich sehe jetzt irgendwie so einen Raum wo laut der Fotos von mir hängen in meinen ganzen Lebensphasen und ich einfach da durch gehe und denke wow, wow, Wow.

00:55:44: Und also ich bin einfach dann fasziniert von mir.

00:55:49: Vielleicht hört sich das komisch an, aber für mich... Ich habe das neulich gerade zu jemandem gesagt.

00:55:55: Ich muss nicht nach Indien oder nach Afrika oder sonst was.

00:55:58: Also ich werde bestimmt nicht an meinem Sterbebett sagen, oh Mensch!

00:56:01: Ich hab gar nicht Afrika gesehen und nicht Indien gesehen.

00:56:04: Durch das, was ich erlebt habe bin ich irgendwie so reich beschenkt

00:56:07: worden.".

00:56:10: Ja, und das sind eher so die Sachen.

00:56:13: Ich habe Dennis begleitet durch die Krankheit, ich hab ihn in den Tod begleitet erst bei mir gestorben.

00:56:18: Das sind die Sachen, die mich...das zählt für mich im Leben.

00:56:26: Mega, mega schön!

00:56:28: Liegt dir noch etwas auf der Zunge?

00:56:30: Oder möchtest du denn zuhören oder zuhöhren noch irgendetwas mit auf den Weg geben?

00:56:36: Auf dem Weg geben nicht aber traut euch ruhig anzusprechen.

00:56:40: Traut euch die Menschen anzusprechen und versucht, nicht irgendwelche Floskeln zu sagen sondern nehmt sie wenn ihr es mögt in den Arm.

00:56:50: fragt sie ob sie hier in den arm genommen werden mögen und sagt dann lieber ich weiß gar nicht was ich sagen soll bevor irgendwie so floskeln kommen wie meld dich Und mein Beileid.

00:57:02: und ja ihr habt schreckliches erlebt.

00:57:06: so sagt wirklich was ihr denkt Auch wenn euch die Worte fehlen, sagt einfach es fehlen mir die Worde.

00:57:12: Ich weiß gerade nicht was ich sagen soll.

00:57:14: Genau und ich bin überfordert mit der Sehntraktion!

00:57:17: Das ist einfach für die Menschen angenehmer als irgendwelche Floskeln.

00:57:22: Und?

00:57:23: Wenn ihr Fragen habt immerher damit.

00:57:25: Ich bin ja immer ein sehr offener Mensch.

00:57:27: Cool!

00:57:27: Also immer stellt euch Fragen, traut euch... Ja.

00:57:35: Wunderschön Sandy, ich danke dir wirklich von ganzem Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast und so offen über eben so ein wichtiges Thema gesprochen hast.

00:57:45: Ein Tabuthema der Tod.

00:57:47: Niemand will über den Tod sprechen!

00:57:49: Und ich finde es großartig was du tust das du auch Menschen jetzt darin begleitest ihren eigenen Weg zu finden.

00:57:59: also vielen vielen Dank dafür.

00:58:01: Ja danke, dass ich hier dabei sein durfte.

00:58:03: Tanja hat mich sehr gefreut.

00:58:06: Das war für mich eine Ehre, dass du da warst.

00:58:08: Vielen Dank!

00:58:10: Wenn du das nächste Mal wieder dabei sein möchtest bei erhöhter Wahrnehmungsfilter Sinnesrausch, dann schalte sehr gerne ein, bis dahin eine gute Zeit, Heb der Sorg und bis bald.

00:58:23: Tschüss miteinander.

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